Schallplattentexte in der DDR

In meinem Regal stehen einige klassische Rockplatten aus der DDR. Die wurden natürlich nicht nur einfach so von AMIGA eingekauft. Zu jeder Platte wurde ein Musikkritiker beauftragt, ein Essay zu der jeweiligen Band zu schreiben. Das landete dann neben der Trackliste auf der Rückseite des Covers. Ich habe mal ein paar sehr schöne Ausschnitte aus den Texten fotografiert und stelle sie hier zur Verfügung:


Ohne Worte

Solidarität mit Irmela

http://www.deutschlandfunk.de/rentnerin-mit-zivilcourage-gericht-verurteilt-aktivistin.1769.de.html?dram%3Aarticle_id=367707

Wahlkampfnotiz:

1. Es ist beruhigend, wie die AfD im Plakatwahlkampf wieder auf den Status einer normalen Partei unter vielen zurechtschrumpft. (Ihre Plakate heben sich durch nichts von den anderen ab.)

2. Es ist beunruhigend, wie NPD und Pro D im Plakatwahlkampf auf den Status von normalen Parteien anwachsen. (Rechte Sekten mit teilweise nur 2-5 aktiven Personen pro Bezirk, die eine fast flächendeckende Wahrnehmbarkeit entwickeln.)

Abschiede

1996, vor 20 Jahren, war ich, als 16-jähriger Stippi mit meiner Mutter bei einem Konzert mit Herbert Grönemeyer, Ulla Meinecke, Keimzeit, den Resten von Ton Steine Scherben und vielen anderen im Tempodrom. Es war das Abschiedskonzert für Rio Reiser, mit dem ich damals noch nicht viel mehr verband, als ein paar seiner populären Lieder. Wahrscheinlich ist mir auch deshalb die Interpretation von „Junimond“ durch Ulla Meinecke am intensivsten in Erinnerung.
Zwei Jahre später, 1998, starb Gerhard Gundermann. Hier machte ich den Fehler, mit meiner Mutter nicht zum Abschiedskonzert zu gehen, sondern spontan zur Beerdigung nach Hoyerswerda zu fahren. Dort standen wir dann etwas bedröppelt zwischen dem engsten Freudes- und Bekanntenkreis Gundermanns und kamen uns reichlich fehl am Platze vor.
Im Jahr 2000 dann starb Aljoscha Rompe, eine Gallionsfiguren des Ostdeutschen Punkrock. Ich entschied mich dieses Mal richtigerweise wieder für das Konzert und gegen die Beerdigung. Viele seiner alten Freunde, unter anderem seine alten Bandkollegen von „Feeling B“, Paul und Flake (inzwischen bei „Rammstein“), traten im Steinhaus auf.

Ich poste zum Abschluss mal ein Lied des Musikers dieser Runde, den wahrscheinlich die Wenigsten von euch kennen. Hab ich selber auch schon ewig nicht mehr gehört:

Sie so, ich so:

Ein „Es war einmal“-Beitrag:

Am 1. März 2005, also vor mehr als elf Jahren, habe ich (als Konsequenz aus einer Wette mit zwei guten Freunden) meinen Blog „Bauhaustapete“ eröffnet. Damals noch bei Myblog.de, später bei Blogsport.de, wo der Blog nun seit 10 Jahren liegt und seit etwa 2-3 Jahren nur noch mäßig aktualisiert wird.
Die acht Jahre davor habe ich aber durchaus intensiv geblogt und so manche Diskussion mit anderen Bloggern ausgefochten.

Blogsport hat im internen Bereich die tolle Funktion, dass man sehen kann, über welche Wege jemand auf meinen Blog findet. Neben naheliegenden Sachen (Artikel, die kontrovers waren / selten verwendete Wörter / Suchen zum Bauhaus) waren und sind die häufigsten Suchanfragen, die auf meinem Blog landen zwei Zitate:
1) „Man weiß immer, dass man jemand ganz Besonderen gefunden hat, wenn man einfach mal für ’nen Augenblick die Schnauze halten und zusammen schweigen kann.“
2) „Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss“
(Platz drei ist „Max Wright Crack“ aber darüber möchte ich nicht sprechen.)

Neben dem Pulp Fiction-Zitat war es also ein Zitat der „Beginner“, das damals eine Geschichte illustrierte, bei der ich im Friedrichshainer Mc Donalds im Jahr 2007 Kool Savas begegnete.

Da ich den „Beginnern“ also ein paar Klickzahlen verdanke, gebe ich jetzt mal etwas zurück, mit dem Posten von diesem wunderschönen Video.

Anhang:
Der Savas-Text: http://bauhaustapete.blogsport.de/2007/07/05/ein-fuchs-muss-tun-was-ein-fuchs-tun-muss-luxus-und-ruhm-und-rulen-bis-zu-schluss/

Heft „The Hohenschönhausen-Experience“ – Out now

Endlich ist es fertig. Mein zweites Heftchen. Es trägt den seltsamen Titel „50 Shades of Plattenbau – The Hohenschönhausen-Experience“ und handelt so gut wie garnicht von Plattenbauten. Stattdessen stellt es mit 10 Stationen einer Tour die – aus meiner Sicht – schönsten bzw. interessantesten Ecken des Bezirks vor. Das ganze ist mit Zeichnungen illustriert, die ich in den letzten Monaten angefertigt habe.

Das Heft kann man bei mir bestellen (bauhaustapete[at]gmx.de), gegen 3€ Spende, oder sich im Buchladen „Schwankende Weltkugel“ (Kastanienallee 53) abholen.

It’s fun to stay at the …

Meine 50 Lieblingsfilme

Ich hab mich mal drangesetzt und dieses alte Posting überarbeitet und aktualisiert. Ich bin immer wieder etwas schockiert, wenn ich mit Leuten (unter 25) über Filme rede und sie selbst so Basics wie „Pulp Fiction“ oder „Trainspotting“ nicht gesehen haben. Ich komme mir dann teilweise vor, als wenn ich sie zwingen wollte, „Ben Hur“ zu schauen.

Egal, junge Leute, schaut diese Filme! (Und natürlich noch ganz viele andere, vor allem auch welche, die vor 2010 gedeht wurden.) Es lohnt sich!


(Sicher habe ich ein paar wirklich gute Filme vergessen, die können gern noch ergänzt werden)