Archiv für August 2006

Mischmasch 2


Geklaut und gerannt bei: Verfolgerrevolver

1) Fahrschullehrer Uwe Leichsenring (NPD/MdL aus Königstein) hat in der Nähe von Pirna sein Auto gegen einen LKW gesetzt und ist jetzt bei Adi, Rudi und Ian in Walhalla. Ich kann persönlich bestätigen, dass die Strassen rund um Pirna tückisch sind. Das sind alles Alleen, die sich an geschlängelten Bachläufen orientieren. Wenn man sich da umhört in den Dörfern kennt jeder ne Geschichte, über jemanden der da sein Leben gelassen hat. Ich kenn zwei:
-Der Landser-hörende Sohn einer Familie aus einem Dorf nahe Pirna, der sein Motorat gegen einen Baum steuerte, mit Erfolg.
-Der Brummi-Fahrer, der in einer dieser Kurven auf die schlaue Idee kam, sein runtergefallenes Butterbrot wieder aufzuheben und beim Suchen auch gleich den Tod fand. (Watn schlechtes Wortspiel.)

2) Der gute Gehwegplatte hat mal wieder das Thema Björk angesprochen. Behauptet dass er ein größerer Björk-Fan wäre als ich, nur weil ich mir mal ein Album von ihm gebrannt hab. Tststs
Das kann ich hier natürlich nicht so stehen lassen. Deshalb kontere ich mit einer YouTube-Schau zu Thema Björk:
(Eine Auswahl)[Joga] // [Hunter] // [All is full of love] // [Hidden Place] // [Isobel] // [Pagan Poetry] // [HyperBallad] // [Oceania] // [I miss you] // [Army of me] // [Possibly Maybe] // [It’s oh so quiet] // [Video: Venus as a boy] // [Video: Human Behaviour]

Und ein paar Specials:
[Björk rastet aus] // [Björk&PJ Harvey-Satisfaction] // [Young Björk speaking] // [Sugarcubes – Regina] // [Wu tang clan – Reunited // 2:10]

3) An den Kerl, der mit der Google-Suchabfrage „menschen ficken videos“ auf meinen Blog gekommen ist:
Du bist hier falsch. Trotzdem ist es relativ leicht, auch von meiner Seite innerhalb nur weniger Klicks auf entsprechende Seiten zu kommen.
Ein Selbstversuch:
-Bauhaustapete>Hulk>Soilworker>Allnudes
-Bauhaustapete>Lilapapierschwein>Germanophobia>FreeGayPorn
Viola. So schnell geht das.

Mischmasch

1) Jede(r) fängt mal klein an und manche(r) wird auch mal ganz groß, zumindest räumlich ;) :

(Schade, dass neben LPS, RVUU, SMP, Tylie und Just nicht nicht noch etwas Platz für Tapete war…)

2) Wenn man bei Google „seniorenklub“ eingibt, bin ich der erste Eintrag. Das gibt mir zu denken. Eigentlich müsste da doch Iseedeadpeople stehen.

3) An dieser Stelle ein FUCK YOU an die Kloake Pankows! Leute die sich selbst Antisexisten schimpfen ohne es zu meinen, denen ein Stück Stoff mit dem Davidstern den Angstschweiss ins Gesicht treibt und den Begriff „Sharia“ bitte nicht negativ besetzt haben wollen, können mir gestohlen bleiben.

4) Und um noch ein bisschen Klischees zu erfüllen:
Der Song, der mir die ganze Zeit nicht mehr aus dem Ohr geht: [Sunday Bloody Sunday] – wär das nicht was für dich, Lebenistanderswo?

Heinersdorf ist und bleibt scheisse…

Wat für ein Kack-Dorf.
Wetter war scheisse.
Der Lautimoderator war scheisse.
Die Redebeiträge waren, mit wenigen Ausnahmen, scheisse.
Nichtmal die Nazis haben was auf die Reihe gekriegt. (Zu fünft am Rand hinter ner Bullenreihe stehen und pöbeln kann ich auch)
Wären nicht ein paar nette Leute mit mir zusammen rumgesprungen, wärs doch besser gewesen zuhause zu bleiben. Obwohl, falsch, es wäre im Nachhinein auf jeden Fall besser gewesen, zu hause zu bleiben.
[Hier ein netter Fotobericht // Da siehts besser aus als es war]

Zwischenposting

1)

2)Mal ein lustiges Video

2) strange Referers:
Google: berlin brunnenstraße 7 polizei
Google: pilsator dose 2006 (Also bitte!)
Google: Lothar Grunewald (Keine Ahnung wer das sein soll)
Google: autofahnen israel (Würde mich auch interessieren, wo kriegt man die her?)
Google: Jörg Hähnel Adresse (Damit kann ich leider nicht dienen. Es sind eh eine ganze Menge Leute dabei, die auf meinen Blog kommen, weil sie nach Infos zu Berliner Nazis suchen. Seltsam.)

Zu krass

Nachdem ich etwas kurz über den Naziangriff auf die Antifademo in Wismar berichtet hatte, reiche ich an dieser Stelle das Video des Vorfalls nach:

[Video]

Guckt euch das an. Das geht mal überhaupt nicht.

Deutscher Rap

Auf irgendeinem Blog hab ich neulich einen Sampler namens „Fick Deutschland Nr.1″ gefunden. Das Problem daran ist, dass 95% der vertretenen Rapper darunter Texte über Ficken und Deutschland verstehen. Dabei kommen dann die übrigen Battle- und Pornoraps raus, die man schon zur Genüge kennt. Die inhaltlichen Höhepunkte lauten dann etwa „Heute ficken wir Deutschland und morgen die ganze Welt!“
Ein Song hats auf den Sampler geschafft, der weder etwas mit dem einen noch mit dem anderen zu tun hat:

Ruelz -Net Rap

(Definitiv ein Song der Kategorie „Lieder die keiner braucht“ und das ist vielleicht die Klammer zu den anderen Songs auf dem Album.)

Für Sammelsurium: Ein bisschen was über Typografie

Ich weiss, manche nervts. Ist mir aber egal. Ich schreib hier mal wieder was über Schriften.
Jede Schrift hat ein individuelles Aussehen, dass bestimmte Assoziationen bei Lesern vorrufen kann.
Eine Frakturschrift (1) drückt etwas völlig anderes aus, als die Comic Sans (2), Western Fonts (3) oder die Avant Garde (4)
(1) (2)
(3) (4)

Wenn also ein Zahnpasta- oder Cremehersteller das Layout für seine Marke machen will, muss er sich erstmal darüber klar werden wofür das Produkt steht. Das ist in diesem Produktbereich relativ einfach, die Farben sind meist weiss (Hygiene), grün (natürlich) und rot (Medizin), die Schriften sind meist Serifenlos, fett und abgerundet – halt als wenn sie aus Pasta geschrieben ist:

Eine Marke, die da relativ ausschert ist Nivea, die im Logo und auch sonst nur die Futura verwendet. Das ist eine konstruierte serifenlose Schrift. Sie wurde Anfang des letzten Jahrhunderts unter Einfluss des Bauhauses geschnitten und besteht aus einfachen geometrischen Formen und läuft z.B. beim A und beim N spitz zusammen. Also nix mit cremig abgerundet.

Dadurch, dass Nivea der Markführer ist, haben nach und nach alle Konkurrenten ein ähnliches Layout inkl Schrift übernommen, u.A. Florena und die ganzen Noname-Diskcounter-Marken. So wird skurrilerweise cremig mit spitzen Formen assoziiert.

„Wie die Neger“

Heinersdorf und kein Ende.
Gestern gab es eine wirklich obskure Sitzung der Pankower BVV, auf der die CDU völlig ausrastete. Ein paar Ausschnitte aus einer Erklärung der EAG zu gestern:
„Einen weiteren Anhaltspunkt für eine Aufstachelung zur Gewalt sah hingegen der CDU-Verordnete Eichler im „klassenkämpferischen (sic!) Demospruch“ der Antifa Weißensee „gegen den rechten Mob“ in Heinersdorf und der wohl zynisch gemeinten Antifa-Aufforderung, Heinersdorf „zu überfremden“. “
„Er versuchte sich in der Interpretation eines weiteren Antifa-Plakats (Motiv siehe www.heinersdorf.tk) für die Demo am Samstag und machte den Eindruck, als hätte er wirklich lange vor dem Plakat gestanden, um auf diesen Zusammenhang zu kommen … Auf dem Plakat ist eine junge Frau und das Demomotto „Kein Raum dem Rassismus. Für eine solidarische Gesellschaft“ zu sehen. Für ihn hätte der auf dem Plakat abgebildete „Neger“ eine Assoziation zum „Menschenhandel in der Sklaverei“. Würde die Antifa nun anstreben, mit den Heinersdorfern Menschenhandel zu betreiben, „wie damals mit den Negern?“, fragte er in das fassungslose Publikum.“ (Der gesamte Text)

Da gibts nur eins:
„Kommunismus statt Heinersdorf“
(unabhängiger Block der EAG auf der Antifa-Demo)
Sonntag – 27.08. – 15Uhr – S-Bhf Pankow

Welcome (back) Gehwegplatte-Blog

And now: Something completely different >>>
Ich will nicht sagen, dass es mein Verdienst ist, aber es ist mein Verdienst, dass die Blogger-Familie um einen sympatischen Menschen reicher ist…äh…das kommt mir irgenwoher bekannt vor…egal.

Mein Homie Gehwegplatte (Ex-Amelie-Blog) hat wieder einen Blog und fängt gleich super an, indem er mir eine Blogbeitragsidee klaut: Klugscheissern über das Hochtranspi des gestrigen Aufmarschs.
In seinem Beitrag drinnen und draußen – eine front – von trotteln erklärt er, wer mit den Namen auf dem Transpi gemeint ist.

Ich hab da zwei kleine Anmerkungen dazu.
Erstens finde ich es Spannend, dass der Nazischläger Dennis Eister auf dem Transpi keine Erwähnung fand. Dabei hat er doch alle Vorraussetzungen erfüllt, er war bei den meisten Nazi-Aktionen in Berlin dabei und er wurde für den Angriff auf einen schwarzen Jugendlichen verhaftet, ist sozusagen ein politischer Häftling…
Zweitens werden die Transpis spannend, wenn zu Sebastian Dahl noch die Nazi-Schläger Sebastian Zehlecke, Sebastian Glaser, Sebastian Krzyzanowski, Moppelchen Sebastian Schmidt und der Anmelder des gestrigen Aufmarschs Sebastian Schmidtke in den Knast wandern.
Ich hab da mal was VORBEREITET.

„De Jooodn!!!“

Gut, das Naziaufmärschchen ist überstanden. War relativ lächerlich und unspektakulär. 150 Hanseln, die die ganze Zeit von einem Bullen-Wanderkessel und mehreren hundert GegendemonstrantInnen umgeben sind, machen eine Demo durch Feindesland (Prenzlberg).
Dazu hören sie TonSteineScherben („Die rote Front und die schwarze Front sind wir“) im Lauti und von Balkonen wird mit Seeed und Manu Chao geantwortet, den musikalischen Höhenpunkt stellte eh das Diskofahrrad von Germanophobias Crew dar.
Überhaupt waren sie alle da. Antifas, Punkkiddies, AnwohnerInnen, WASG, Grüne, Leute mit hebräischen Shirts, Leute mit „Antideutsche halts Maul“-Shirts. Als dann ein paar Vermummte auf einem Dach ein Transpi gegen Antisemitismus zeigten und die Israelfahne schwenkten, gabs dementsprechend sowohl Applaus als auch Beschimpfungen aus den Reihen der GegendemonstrantInnen.

Ich komme also relativ fertig nach hause und begegne im Hausflur einer älteren Nachbarin, die scheinbar auch unter den GegendemonstrantInnen war und sich persönlich angegriffen fühlte, weil ein paar Punks die Antifa als „Linksfaschisten“ bezeichnete. Im Herzen ist sie auch Antifa.
Was sie aber besonders aufregte waren „diese Pseudolinken“, die die Fahne Israels hissten.
„Ich stehe ja auch für das Existenrecht Israels ein, ABER
„bla bla bla“
„wie kann man denn in dem Konflikt die Klassenperspektive so vernachlässigen?“
„Man muss doch auch die israelische Linke zu Wort kommen lassen!“
„Ich wollte ja eigentlich auch auf die Friedensdemos, um den Menschen muslimischen Glaubens zu zeigen, dass ich auf ihrer Seite stehe…“
„Diese Pseudolinken sollen mit doch nicht mit Frauenunterdrückung kommen, jede Religion ist frauenfeindlich.“

und – das beste zum Schluss –
„diese Zionisten, mussten (und britischer Regie) unbedingt den Dorn dort reinstechen, wo vorher alle Religionen so friedlich zusammenlebten…“
„die sollen mit nicht mit linkem Zionismus kommen, es gab auch einen linken Flügel in der Solidarnosz. Die haben alle nur dem Kapitalismus zugearbeitet.“

Manchmal bin ich froh, bestimmte Perioden linker Politisierung nicht mehr miterlebt zu haben. Sowas ist doch schrecklich…