Archiv für November 2006

Zum Todestag von Silvio Meier

Mit Freaks diskutieren

Auf der Seite Heinersdorf öffne dich ist vor kurzem eine Initiative an die Öffentlichkeit getreten, die irgendwie zwischen allen Stühlen – also zwischen dem Heinersdorfer Lynchmob und dem „weltoffenen Pankower Bürgertum“ – sitzt und sich dementsprechend auch verkaufen muss.

Ja, für ein offenes Heinersdorf, nein, eigendlich auch nicht für Moscheen, ja, für Rechtstaatlichkeit und für Dialog.
Dass ganze wird begleitet von öffentlichkeitswirksamen Aktionen wie Plakatwänden zum selbstgestalten und einer Unterstützerliste von Gerhard Schöne (Der mit dem Wellensittig) bis Lothar de Maizière. Daneben einige Pankower und Heinersdorfer BürgerInnen. Einige davon kenne ich persönlich, und hoffe, dass der Konflikt nicht unangenehme Folgen für sie hat.
Dazu gibts ein Forum, dass sie Misere des Konflikts wieder mustergültig aufzeigt. Die meisten HeinersdorferInnen sind kritik- und vernunftresistent. Alles was von der Initiative und von anderen Leuten an Kritik vorgebracht wird, wird unverzüglich abgeschmettert.
Für manche DiskutantInnen wurde sogar die Sperrung gefordert, weil sie das Christentum verleumdeten…

Ich bin gespannt, was da hinten noch so abgeht.

Samstag

Alternativ gibts noch das und das und natürlich das.

…Freitag

Ich konnte mich einfach nicht entscheiden…

Donnerstag … klar was sonst.

… und Mittwoch.

Und nochmal in einer etwas ansprechenderen Version:
[Click]

Dienstag halt.

Montag halt

Investigativer Journalismus

NTV-Moderator: „Herr Krenz, nach der Festnahme Erich Honneckers wurden in seinem Haus etliche Video-Kassetten mit Pornos gefunden. Haben sie die mit ihm zusammen angeschaut? Sie konnten doch seinen Videorekorder bedienen.“

Sexismus bekämpfen, du Schlampe!

Ok, das Palituch können sie haben. Die ideologische Übereinstimmung zwischen den deutschen und dem arabischen Antisemiten sind einfach größer, als mein Bedürfnis, ein stinkendes Stück Stoff um meinen Hals zu haben.
Auch das mit den schwarzen Windbreakern, Turnschuhen und Nietengürteln ist zumindest nachvollziehbar. In Berlin kriegt man einfach zu oft Stress, wenn man seine Glatze und Bomberjacke spazieren trägt. Dass sie sich deshalb gleich „autonom“ nennen, geschenkt.

Aber immer wenns theoretisch werden soll, wirds einfach lächerlich. Das mit den „National-Anarchisten“ klappt vorne und hinten nicht, auch dass der Begriff „Sozialismus“ von rechts mit Inhalt gefüllt werden kann, bleibt zu bezweifeln. Aber die Diskussion um „Sexismus in der Bewegung“ im FW-Forum schießt einfach den Vogel ab.

Ein junger Herr namens „Vegan Straight Edge“ versucht eine Definition der idealen „nationalen Frau“ aufzumachen. Sie sei „Intelligent, Ehrlich, Treu“ und sei sich ihrer natürlichen Rolle als „als Frau/Mutter“ bewusst. Das Problem, das sich in der rechten Szene ergäbe sei, dass auf jede Frau 50 Kerle kämen, die alle nur das eine wollen. So kommt es, dass in der rechten Szene „die Schlampen“, also die Frauen die sich auf dieses Spielchen einlassen und sich so Anerkennung in der Szene verschaffen, eine dominante Rolle einnehmen.

Der „nationale Antisexismus“, der von den Idioten formuliert wird, lebt in erster Linie von der Abgrenzung vom linken Antisexismus. Er negiert sozusagen, die Forderung nach Gleichberechtigung der Geschlechter, von Gender-Theorien ganz zu schweigen. Stattdessen wird dem eine natürliche Ordnung der Geschlechter gegenüber gesetzt. Sexisten aber nicht einmal folgerichtig Leute, die versuchen gegen diese Ordnung vorzugehen, sondern einfach nur Männer, die ihre nationalen Frauen nicht gut behandeln.

Umso skurriler ist dann das Schlusswort von „Vegan Straight Edge“:
„Unterstützt gute Kameradinnen. Unterbindet das Schlampen überhaupt eine Plattform in der Bewegung haben. Toleriert auf gar keinen Fall dümmliches/sexistisches Verhalten in der Bewegung!“

Lustiger als das sind nur noch die Ergänzungen anderer Intelligenzbestien:
„Feminiusmus und mit ihr Emanzipation heißt nicht dem Manne gleichzukommen, sondern heißt die Stellung der Frau ganz ihrer Natur in unserer Gesellschaft zu verankern.“
Und das ist es doch auch! Eine Frau, die geehrt und gehegt wird, sich aber ihrer naturellen Bestimmung unterwirft und nciht gegen sie rebelliert. Wer hier einen Rechtsnachteil für die Frau sieht, der schläft doch nun wirklich!

Meine Frau kümmert sich aus freien Stücken um den Haushalt, sie ist sich ihrer Aufgabe bewusst und sie weiß, dass nur sie diese optimal erfüllen kann.

Itelligenz wird nicht nur mit der Geburt „verteilt“, sondern entwickelt sich durch das Umfeld und die Erzieheung.


Zitat: Diese marxistische Dialektik geht mir auf den Sack.
Welcher marxistische Dialekt? Schon wieder behauptet jemand was was weder Hand noch Fuß hat. Dazu wiedermal toll formuliert!

Manchmal kann man ganz froh sein, dass man es mit solchen Schmalspurphilosophen zu tun hat. Eine Gefahr, dass aus diesem Gebräu mal eine konsistente Ideologie wird scheint es dort nicht zu geben.

via: Ignaz