Archiv für April 2007

Am I part of the cure, or am I part of the desease?

Einen entspannten ersten Mai allen meinen Leser_innen. Und ein bisschen Musik (eigentlich eher Lebenistanderswos Baustelle, aber diese Version hats mir angetan).

Insider

… die südamerikanische Sojaproduktion …
Danke T.O.P. ;)

Solidarität zeigen!

Zwei schwere Naziübergriffe an einem Wochenende:
Am Freitag, dem 20. April, griffen zwei Neonazis einen alternativen Jugendlichen auf dem S-Bahnhof Storkower Straße an. Nachdem sie ihn beleidigt hatten, bewarfen sie ihn mit Bierflaschen, zerrten ihn von seinem Fahrrad und traten ihm in den Bauch und ins Gesicht. Anschließend flohen sie mit der S-Bahn.
In der Nacht zum Sonntag griffen etwa 6 Neonazis drei alternative Jugendliche in der S-Bahn an. Als die Bahn in den S-Bahnhof Lichtenberg einfuhr, begannen die Neonazis auf ihre Opfer einzutreten. Bevor sie flohen, versprühten sie im Abteil Reizgas. Die Opfer erlitten Verletzungen im Gesicht und mussten in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Täter flohen in Richtung Weitlingkiez.

Aus diesem Grund wird es am Montag dem 23. April eine antifaschistische Demonstration in Lichtenberg geben.
Treffpunkt ist um 20 Uhr der S-Bhf Nöldnerplatz. Kommt zahlreich und zeigt euch solidarisch mit den Opfern neonazistischer Gewalt.

Quelle: Antifa Hohenschönhausen

U-Bahn-Kunst

Ich wollte an dieser Stelle noch auf eine Bilderserie verweisen, die derzeit auf dem Bahnsteig der U2 am Alexanderplatz gezeigt wird. Dort sind unter anderem Bilder von Antifaschistischen Demonstrationen zu sehen.
Diese wurden wahrscheinlich von Fotos nachgemalt und dann farblich invertiert. Das ganze sieht dann so aus:

Wenn man sich die Mühe macht, die Dinger zu fotografieren und in Photoshop zurückzuinvertieren, um die Bilder besser betrachen zu können, siehts so aus:

Alle Bilder die ich fotografiert hab, sind hier zu sehen: [Click]

Zitate Nr.2

In einem Kurs mit dem Namen „Text“, den ich grad zwangsweise belege, entstand heute eine etwas absurde Situation: Die Dotentin mit ihrem italienischen Akzent trug einen Text von mir vor, in dem folgende Zitate vorkamen:
„wa da da deng wa da da da deng, listen to my nine millimeter go bang“
„I‘m ’bout to dust some cops off. Cop killer, better you than me.“

Sie hat erst beim Lesen mitbekommen, was sie da liest und war auch dementsprechend irritiert. Es hat auf jeden Fall für etwas Belustigung gesorgt und ich denke mal nicht, dass es sich negativ auf meine Bewertung auswirkt. Sie ist scheinbar ganz gut auf meine Texte zu sprechen…

4 Zitate (3 strange und 1 nettes)

„Personen denen eigene Aussprüche zum Verhängnis wurden:
Martin Homann / Günter Öttinger / Julius Cäsar“

B.Z. vom Samstag

„Der Kabarettist Jürgen Becker brachte es auf den Punkt, als er sagte, es gäbe drei Richtungen des Islam, die glauben, den wahren Glauben gepachtet zu haben: Sunniten, Schiiten und Peter Scholl-Latour“

Jungle World vom Mittwoch

„Ich will dich einschlafen sehen / und dich aufstehen sehen /
der Teil dazwischen ist ab 18 / und ihr kennt das Geschehen“

Monkey Mob (gehört auf einem Hiphop-Konzert am Wochenende)

„Dass die Orks die Bösen sind, bekräftigt einmal mehr den Verdacht, insbesondere ‚Der Herr der Ringe‘ sei nur die gefällige Bebilderung der reaktionären, antimodernen Rückprojektion, die die modernen, industriellen Aspekte des Faschismus abspaltet und auf den Feind projeziert, während gleichzeitig das Bündnis von Natur und autoritärem politischem System als rettende Kraft inszeniert wird.“
Phase 2/23 (sehr lesenswerter Artikel. Nicht so nerdig geschrieben, wie man bei dem Thema denken könnte)

Gewalt-Nachtrag

Das Thema lässt mich nicht mehr los. Ständig fallen mir neue Sachen ein, wie ich mich selbst verletzt hab. Meist hat meine Verpeilung dabei eine nicht unbeträchtliche Rolle gespielt:

Letztes Jahr. Fußball-WM. Ich unterwegs, um Deutschland-Fähnchen einzusammeln. Ich erblicke auf einem Fensterbrett im Hochparterre in Weissensee einen großen Porzelanblumenkasten mit 5 Papierfahnen drin. Ich springe also hoch, um die Fahnen nacheinander rauszuziehen. Die dritte Fahne ist allerdings so fest im Sand, dass ich nicht nur die Fahne, sondern auch den Blumenkasten nach unten reisse. Der Kasten zerschellt mit einem lauten Krachen in meinem Gesicht.
Ich hatte also anschließend das Vergnügen, dreckverschmiert und mit einer blutenden Nase durch ein paar Hecken zu spiken, damit mich die Nachbarn die durch den Krach geweckt wurden nicht sehen. Ich sollte mir entspanntere Hobbies suchen…

Prager Stadtmusikanten

Da waren doch andere schneller als ich. Der Clip hier unten ist darüber hinaus auch deutlich besser als meiner (danke an bernhardtheone fürs uploaden)

Und für alle, die nicht wissen was eine „Singende Säge“ ist und wie sich das anhört. Watch that:

[Letzter Pragbeitrag]

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Tag 4:
Nix wirklich passiert. Deshalb noch etwas Zeit ein paar Fotos im ehemaligen Fußballstadion, Park und am Bahnhof zu machen. Ansonsten nur im Park gechillt. Einen leichten Sonnenbrand geholt.

Dabei wurde ich auch Zeuge einer Personalienkontrolle eines Obdachlosen durch zwei berittenen Polizisten. Die Situation war aber nicht dazu geeignet, dass ich hätte einschreiten können. Ausserdem war mein letzter Versuch Bullen zu nerven nicht von Erfolg gekrönt. Die migrantischen Jungs die gerade am Alexanderplatz auf Drogen kontrolliert wurden unterbrachen meinen Versuch den kontrollierenden Bullen um seine Dienstnummer zu bitten mit den Worten: „Was willst du denn? Verpiss dich mal, du Arsch!“

Und um 24:00 auf dem S-Bahnhof Lichtenberg aus dem Zug gesprungen. Jau, „Lichtenberg mein Herz“.

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Nachtrag Tag 2:
Den Tag haben wir im „Shadow Café“ ausklingen lassen. Ein hübsch gestaltetes Café mit angenehmen Preisen.

Tag 3 (Sonntag):
Der Sonntag war bei uns für die jüdische Geschichte Prags reserviert. Mit einem Museumskombiticket tingelten wir durch die ehemaligen Prager Synagogen, die inzwischen als Museen dienen. Diese hatten verschiedene inhaltliche Schwerpunkte, u.A. jüdische Geschichte bis 1945. In einer Synagoge waren die Namen aller bömischer und mährischer JüdInnen an die Wände geschrieben, die von den Nazis getötet worden waren.

Anschließend waren wir noch am Prager Fernsehturm, an dem Babyskulpturen hochklettern, und einer Kirche mit folgendem seltsamen Utensil (Bild 2) Dazu gibt es ein Schild auf dem folgendes steht: Irgendwann 17hundertirgendwas wurde ein Mann erwischt der versuchte, Sachen aus der Kirche zu stehlen. Ihm wurde zur Strafe die Hand abgehackt und in der Kirche aufgehängt, wo sie bis heute hängt. Toll oder?