Archiv für Mai 2007

Holt euch diesen Button:

Der ist nicht nur schick, sondern auch für einen guten Zweck:
Deutscher Bildungsstreik-Unterstützer in Griechenland in Haft

Zwischenposting: Geh zu ihr …


Drachensteigen ist in Afghanistan ein Volkssport. Am Wochenende treffen sich viele Bewohner Kabuls auf den umliegenden Hügeln und treten in Drachenwettbewerben gegeneinander an. Diese Wettbewerbe sind erst seit dem Sturz der Taliban wieder möglich. Die Islamisten hatten den Besitz von Drachen vorboten.

Vor-Ort-Report: Birkenwerder

Diese Nachricht hat mich vor einer Weile sehr betroffen gemacht. Jaa, wirklich. Eigentlich könnte man denken, dass nach zwei Monaten der Bahnhof wieder restauriert wurde. Ist aber nicht so. Es sieht immer noch so aus, als wäre der Brand gestern gewesen. Und es riecht auch so.
Das einzige was neu ist, ist ein Werbeplakat für den „Fassadendoktor“. Da hat sich mal jemand eine gezielte Werbung ausgedacht.



Bei der Gelegenheit habe ich gleich eine kleine repräsentative Umfrage unter Birkenwerder_innen und Hohen Neuendorfer_innen gemacht. Und, wer hätte das gedacht, 100% der Menschen kennen Stella Palau, circa 80% kennen Jörg Hähnel. Und das nur wegen eines kleinen Artikel in der Regionalzeitschrift. Das ist doch mal investigativer Journalismus, der was bewirkt.

Film-Stöckchen

Lebensistanderswo und Leichensack habens vorgemacht. Und da ich jede Gelegenheit nutze, mit Filmwissen zu prahlen hier mein Film-Fragezettel. Das Stöckchen kann sich jede_r greifen die/der Lust hat:

1. Ein Film, den Du mehr als zehnmal gesehen hast…

Pulp Fiction, Die fabelhafte Welt der Amelie

2. Ein Film Den Du mehrfach Im Kino gesehen hast…

Rocky Horror Picture Show (Open Air Kino – mit Reis und Klopapier)

3. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du eher geneigt wärst, einen Film zu sehen…

Audrey Tatou, Johnny Depp, Jack Black

4. Nenne eine/n Schauspieler/in, wegen dem/r Du weniger geneigt wärst, einen Film zu sehen…

Barbara Streisand, Steven Baldwin, Oliver Pocher

5. Ein Film aus dem Du regelmäßig zitierst…

Dirty Dancing („Ich habe eine Wassermelone getragen“)

6. Ein Musical, von dem Du alle Texte der darin gesungenen Songs auswendig weißt…

Hair

7. Ein Film, bei dem Du mitgesungen hast…

Keine Ahnung. Walk the line?

8. Ein Film, den jeder gesehen haben sollte…

Das Leben des Brian

9. Ein Film, den Du besitzt…

Alles von Tim Burton, alle von Monty Python und eine riesige VHS-Sammlung. Leider keinen Videorekorder mehr.

10. Nenne einen Schauspieler, der seine Karriere nicht beim Film startete und der dich mit seinen schauspielerischen Leistungen positiv überrascht hat …

Björk

11. Hast Du schon einmal einen Film in einem Drive-In gesehen?

Nein.

12. Schon mal in einem Kino geknutscht?

Klaro.

13. Ein Film, den Du schon immer sehen wolltest, bisher aber nicht dazu gekommen bist…

Reservoir Dogs (der liegt sogar hier irgendwo rum…)

14. Hast Du jemals das Kino verlassen, weil der Film so schlecht war?

Nein.

15. Ein Film, der Dich zum Weinen gebracht hat …

Zeit des Erwachens, E.T.

16. Popcorn?

Eher nicht. Lieber ne Mate oder nen Bier.

17. Wie oft gehst Du ins Kino?

Viel zu selten in letzter Zeit.

18. Welchen Film hast Du zuletzt im Kino gesehen?

Die Fälscher

19. Welches ist Dein Lieblingsgenre?

Fantasy im weitesten Sinne

20. Was war Dein erster Film, den Du im Kino gesehen hast?

bestimmt irgendein Asterix-Film

21. Welchen Film hättest Du lieber niemals gesehen?

Engel & Joe (nach Alaska.de fand ich Jana Pallaske toll, nach Engel & Joe nicht mehr)

22. Was war der merkwürdigste Film, den Du mochtest?

Ich mag eigentlich am liebsten merkwürdige Filme: Being John Malkovic, The Cube, Themroc, Stadt der verlorenen Kinder, Memento, Donnie Darko, Dead Man, Natural Born Killers, Delikatessen

23. Was war der beängstigendste Film, den Du je gesehen hast?

Die Saw-Filme haben mich schon ganz schön fertig gemacht. Obwohl die Film-Vorschau vor Saw (für den Film über den Kanibalen von Rothenburg) noch deutlich schlimmer war.

24. Was war der lustigste Film, denn Du je gesehen hast?

Das Leben des Brian. Dogma ist auch nah dran

Hand-Flash

„Diese Illegalen, die nach Deutschland kommen und hier von unseren Steuern leben, den sollte man zwei Zehen amputieren als Strafe.“ „Nee, lieber eine Hand abhacken. Damit man die auf der Straße erkennt.“
(Kollegen von mir heute auf Arbeit)

„Dir sollte man die Hand abhacken, du Schmutzfink!“
(Eine Anwohnerin heute in der Kastanienallee zu einem Plakatierer)

„MACHTvolles SCHWEIGEN“

So, beide Spaltgruppen der Gruppe „Kritik& Praxis“ – die „Theorie Organisation Praxis“ und die „Gruppe Soziale Kämpfe“ – haben sich konstituiert und sind seltsamerweise beide zu allererst mit einer Veranstaltung im Festsaal Kreuzberg in die Öffentlichkeit getreten. Beide Gruppen versuchen sich daran, interventionistisch in gesellschaftliche Konflikte einzugreifen und die linken Positionen theoretisch zu unterfüttern – die einen in die linke Mobilisierung zum G8, die anderen in den Konflikt um die Moschee in Heinersdorf. Allerdings drängte sich mir bei beiden Veranstaltungen das fahle Gefühl auf, dass diese (konstruktive) Kritik, die die beiden Gruppen vortrugen, an einer zu großen Distanz zum Objekt krankten. Es erschließt sich mir nicht, warum das Thema Heinersdorf gebraucht wird, um im Herzen Kreuzbergs für ein studentisches Publikum eine Veranstaltung über Rassismus zu machen. Die lokalen Akteure in Pankow haben davon nichts mitbekommen.


Die beiden Veranstaltungen waren erstaunlich gut besucht (besser als so manche Kundgebung gegen die Rassistendemos in Heinersdorf) und die Auswahl der ReferentInnen war bei beiden Veranstaltungen sehr gut – bei der gestrigen Veranstaltung meines Erachtens noch einen Tick besser, weil die Referentinnen so ein eingespieltes Team waren und souverän durch den Abend leiteten.
Die GruppenvertreterInnen der TOP und der GSK sahen dagegen relativ blass aus. Während der Beitrag des TOP-Vertreters aus dem Vorlesen einer Gruppenposition und spärlichen, bis unbefrieidigenden Antworten auf direkte Fragen bestand („ja, wir als TOP sehen uns als Bewegungslinke“, „auch wir kräuchen und fläuchen durch die Gegend“, „unser Teil an dem G8-Protest? na wir werden an der Demonstration teilnehmen.“). Auch die VertreterInnen der GSK schafften nur schwer den Link des Vortragsthemas zum Konflikt in Heinersdorf herzustellen, vergriffen sich teilweise im Jargon („der Hass richtet sich gegen Ausländer oder ausländisch identifizierte“).
An dieser Stelle ein paar Thesen aus den gestrigen Referaten:

Begriffserklärung >> Die Referentinnen verwendeten den Begriff „antimuslimischer Rassismus“ und nicht Islamophobie oder Antiislamismus, aus folgenden Gründen:
-es eröffnet eine Perspektive auf die Positionen der Mehrheitsgesellschaft
-der Rassismus richtet sich nicht nur gegen die Religionsangehörigen sondern alle, die unter die Kategorien islamisch, arabisch, türkisch subsummiert werden
-der antimuslimischer Rassismus ist keine Religionskritik und hat auch nicht die Kritik am Islamismus als Kernziel
-der antimuslimischer Rassismus ist ahistorisch, er verkennt die geschichtlichen Wechselwirkungen des „Orient“ und des „Okzident“ und das jahrhunderte zurückreichende Ressentiment gegenüber dem „Orient“

Huntington und seine Thesen vom „Clash of Cultures“ werden in den USA und Deutschland verschieden rezipiert >>
-in den USA im Kontext der eigenen weltmachtpolitischen Bestrebungen
-in Deutschland als Positionsklärung nach innen
-dem Bild der islamischen Fundamentalisten wird ein BRD-Wunschbild gegenüber gesetzt, das so nicht der Realität entspricht

In den Vorträgen gab es einige Lacher (zum Thema „Homosexualität als westlicher Import“: „Unter den britischen Besatzern galten die Inder anfällig für Homosexualität, also tendenziell polymorph pervers. Es war also Aufgabe der der Briten, die Indern zur ‚missionarische Stellung‘ zu führen.“) und auch einige Bagatellisierungen (zum Thema „Gewalt in muslimischen Communities“: „Ja, aber Gewalt gibt es überall.“)

Und das Praktische?
Die Referentinnen empfahlen, den Blick und die Kritik noch mehr auf die hegemoniale Wahrnehmung auszurichten, von Verallgemeinerungen und simplen Konstruktionen Abschied zu nehmen und erhoben – im Bezug auf migrantische Communities – ein Pledoyer für den Dissenz.

Gehen > Rennen

Für Chaze:
Zwei Erklärungsversuche für dein Problem

Dieser Artikel: [klick]

Und dieses Lied: [klick]

Siebdrucken

Gestern habe ich zum ersten Mal (seit damals in der DDR im FEZ, aber das zählt nicht) Siebdruck gemacht. Es war sehr zeitraubend, aber es hat eine Menge Spaß gemacht und eröffnet mir eine weitere Dimension der kreativen Betätigung. An der Stelle erstmal eine kleine Fotostrecke meines ersten Werks.
Weitere werden folgen:


(die Vorlage // selbst vektorisiert)


(die Folien auf der Arbeitsfläche)


(in der Belichtung)


(die bedruckten T-Shirts)

Grace Kelly gets into my life

Ich kann mir nicht helfen. Ich muss bei diesem Song immer an den hier denken. Empfinden das andere auch so?

Terminhinweis

Für alle, die morgen um 11h noch nichts vorhaben. Eine durchweg sympatische Veranstaltung:

Antisexistische Praxen – die Konferenz
5. – 6.Mai 2007 / Berlin-Mehringhof

Kleine Autonome Männergruppen – Patriarchatskritik und oder individuelle Lebensplanung?
Ein Bericht. (von Olaf S.)

Anhand meiner subjektiven Erzählung über die Geschichte der kleinen autonomen Männergruppengeschichte in Berlin von Ende der 1980 bis Mitte der 1990 sollen Motive, Inhalte und das Verebben derselben Thema werden. Der Bericht wird hoffentlich Erkenntnisse darüber bringen, inwiefern gerade das verzwickte Verhältnis von Kritik an den Verhältnissen und dem Verstrickt sein in den Verhältnissen ge- oder/und misslungen ist. Hat es nach den Auflösungsprozessen individuelle oder kollegektive Anschlusspolitiken gegeben? Sind die Erfahrungen für heutige geschlechtliche und sexuelle Politiken interessant?

Captians und Action Girls
Die Inszenierung von Frauen, Macht und Gewalt in Science-Fiction-Fernsehserien Mediale Produkte wie Fernsehserien sind durch ihre massenhafte Verbreitung und ihre leichte und unterhaltsame Konsumierbarkeit ein besonders geeigneter Träger von dominanten gesellschaftlichen Vorstellungen und Praxen, inklusive der Geschlechterideologie. Am Beispiel von Science-Ficton-Fernsehserien soll der Frage nachgegangen werden, ob und wie sich die Inszenierung von weiblichen Figuren verändert. Anhand der Figurentypen der weiblichen Captains und der Action Girls wird die Darstellung von Themen, die mit der traditionell männlich definierten Heldenrolle verknüpft sind, nämlich Macht, Autorität und die Ausübung von Gewalt untersucht. Hinzu kommen Themen, die in starkem Maße geschlechtsspezifisch kodiert sind, wie Partnerschaft, Elternschaft und Sexualität. Zentral ist die Frage, ob das Modell des männlichen Helden auf die weiblichen Captains und die Action Girls übertragen wird, oder ob für diese neuen Figurentypen neue Regeln gelten.

Definitionsmacht.tk, eine Kampagne stellt sich vor:
Eine Entscheidende Grundlage für Betroffene von Sexismus und sexualisierter Gewalt bildet die Definitionsmacht. So ist z.B. Vergewaltigung nicht objektiv beweisbar. Die Kampagne steht für das Empowerment von Menschen, die sexuelle Gewalt, Vergewaltigung erlebt haben. Aber auch für diejenigen, die sich gefährdet fühlen und vor sexueller Gewalt Angst haben. Mit der Lebensrealität von Betroffenen oder bedrohten Menschen setzen sich nur wenige auseinander, wir wollen uns vor Augen führen, wie viele Menschen damit kämpfen eine solche Erfahrung zu überleben während die Freund_innen, die Familie, das Gericht, die Gesellschaft schweigt und verleugnet, oder zum Schweigen zwingt. Wir sprechen hier von einer marginalisierten Erfahrung, nicht aber von einer Minderheit.