Antifaschistische Sprueher_innen – Spruehende Antifaschist_innen

Ein Thema hat in der letzten Zeit für hitzige Diskussionen, persoenliche Zerwuerfnisse und volle Blog-Kommentarspalten gesorgt. Passen Antifa und Sprueher_innen-Szene zusammen? Muessen sie das ueberhaupt? Oder reiht sich das in eine Reihe mit mehr oder weniger erfolgreichen Initiativen mit „Grufties gegen rechts“, „Good night white pride“, u.A.? Vorweg. Dieser Beitrag ist der Versuch einer theoretischen Einordnung. Er denkt garantiert nicht alle Aspekte mit (ich freue mich über konstruktive Ergaenzungen) und er ist selbstverstaendlich ein Stueck weit parteiisch geschrieben. Dafuer kann ich zu wenig meine eigenen Preferenzen abschalten.
Trotzdem: Alles was sich in Kommentaren um konkrete Auseinandersetzungen der letzten Zeit dreht, was beleidigend wird oder Strukturen offenlegen will, wird einfach geloescht. Los gehts.

Antifa – was ist das?
Der, die, das Antifa. Allein in Berlin gibt es ungefähr 20 Gruppen, die sich als Antifa begreifen. Sie eint zuerst der Entschluss, sich gegen Neonazis organisiert zur Wehr zu setzen. Auch sich gegen gesellschaftliche Ausformungen, wie Rassismus, Sexismus und Antisemitismus, im besten Fall gegen die kapitalistische Vergesellschaftung organisieren. Da die meisten Gruppen sich als Bezirksantifagruppen organisieren, liegt der Fokus auf lokalen Nazistrukturen, d.h. lokale Nazigruppen aus dem Straßenbild verdraengen, rechte Treffpunkte schließen, alternative Gegenangebote schaffen. Dass das nicht immer friedfertig vonstatten geht, ist schon allein dem politischen Gegner geschuldet. Wenn Nazis Veranstaltungen angreifen, muss sich dementsprechend verteidigt werden und Naziaufmaersche werden in den seltensten Faellen durch Luftballonketten verhindert. Diese Auseinandersetzung muss regelmaeßig reflektiert werden, soll sie nicht zum Selbstzweck (Pseudomilitanz, Bandenauseinandersetzungen) verkommen. Der theoretische Part in Antifagruppen ist selbst in Berlin denkbar unterschiedlich. Der Fokus der Gruppen schwankt zwischen Freiraeumen, Antisemitismus, Antisexismus, Rassismus, Arbeitskaempfen, Repression, Antiziganismus, Kapitalismus, also alles und nicht, und in einigen Themen stehen sich die Ansichten diametral entgegen. Dass die meisten Gruppen diese Themen zumindest maginal ankratzen, fuehrt dazu, dass sich ein paar Standarts etabliert haben. Wenn auf einer Party ein Typ eine Frau angrapscht, fliegt er raus. Bands die sich positiv auf Deutschland beziehen, spielen meist nicht (bzw. nicht mehr als einmal ;) ) auf Antifa-Veranstaltungen. Wörter wie „Bimbo“, „Bitch“, „Judensau“, „Spastenkind“ kommen Antifas selten ueber die Lippen. Und da sind wir schon bei dem Thema. Die Antifa versucht sich stets personell und gesellschaftlich gesehen zu verbreitern. Sie strebt an, dass die eigene Meinung mehrheitsfähig wird. D.h. sie sucht Anschluss an andere Subkulturen, Szenen, Gesellschaftsgruppen, die nicht klar als rechts gelten. In vielen Jugendszenen, so in der Hardcore-Szene, bei Skater_innen und auch bei Sprüher_innen gibt es Kräfte, die gegen Nazis sind. Das ergibt sich meist aus der eigenen Betroffenheit, ist also in erster Linie von eigenen Interessen geleitet. Die Standarts die sich die Antifa selbst setzt, erfüllen die meisten dieser oberflächlich politisierten Jugendlichen bei weitem nicht.

Sprueherszene – was ist das?
Der, die das Sprueherszene. Allein in Berlin gibt es unzaehlige kleinere und groeßere Spruehergruppen. Sie besitzen meist (wie auch Antifagruppen) kryptische Drei-Buchstaben-Namen. Sie setzen sich vorrangig aus maennlichen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zusammen. Sie taggen und bomben und erwerben sich mit Masse und/oder Qualitaet ihrer Bilder in der Szene eine Bekanntheit. Antriebe für Sprueher_innen sind unter anderem die kuenstlerische Bestaetigung, des gute Gefuehl etwas eigenes in der Stadt an den Waenden und Zuegen zu sehen, der Reiz des Illegalen, der Struggle mit der Staatsgewalt und auch mit anderen Crews. Diese Auseinandersetzungen untereinander (gecrosste Bilder, wer sprueht wo, wer hat wem mal Dosen geborgt und nicht zurueck gegeben) werden in vielen Faellen mit Gewalt ausgetragen. Es entwickelt sich so aufgrund der eigenen illegalen Handlungen (also der Bedrohung durch den Staat) und der Behauptung gegen Sprueher-Konkurrent_innen ein Korpsgeist, der eine eigene Reflektion meist nicht zulaesst. Ein entscheidendes Element ist dabei auch die geschlechtliche Zusammensetzung der Crews. Die ueberwaeltigende Dominanz von maennlichen Spruehern fuehrt zwangslaeufig zu einer sexistischen Grundstimmung in der Szene.
Dass Sprueher_innen gegen Nazis sind, ist erstmal folgerichtig. Die Graffitikultur, die sich an amerikanischen Vorbildern orientiert, hat mit ihrer Musik, ihrer Ausdrucksweise und ihrem Kleidungsstil erstmal garnichts mit der Welt der Nazis zu tun.

Die Schnittmenge – Moeglichkeiten und Unmoeglichkeiten
Die Antifa bedient sich, um Slogans an die Waende zu bringen natuerlich bei den Methoden der Sprueher_innen. Dass das meist Scheisse aussieht, weil sich mehr auf den Inhalt als auf die Form konzentriert wird, ist klar. Auch bedient sich die Antifa, die layouttechnisch dem Mainstream noch jeden Trend nachgemacht hat, gerade vermehrt aus der Zeichenwelt des Graffiti. Drips, Schablonenschrift, Characters schmuecken derzeit jedes dritte Plakat.
Die Aktions- und Organisationsformen der Antifa sind aber teilweise auch für Sprueher_innen attraktiv. Wenn nun Sprueher_innen ihrerseits den Schritt auf die Antifa zumachen, und in ihre Aktionen auch antifaschistische Slogans einbeziehen, ist das aus Sicht der Antifa erstmal zu begrueßen. Dass sie dabei trotzdem Sprueher_innen bleiben und nicht von einem Tag auf den anderen (die meisten werden es nie) die Standarts der Antifa annehmen, sollte von beiden Seiten reflektiert werden. Die Zusammenarbeit von Sprueher_innen und Antifas tritt meist dann ein, wenn sich Antifa eher subkulturell organisiert, und dementsprechend das theoretische auf den Minimalkonsens „gegen Nazis“ runterbricht. Dabei bleiben viele Errungenschaften der Antifa auf der Strecke, und sei es nur das „man haut sich nicht untereinander auf die Fresse“. Mir sind viele Faelle bekannt, dass Sprueher_innen bei der Antifa mitgemacht haben und andersrum. Keiner dieser Faelle hat dazu gefuehrt, dass die Person auf die Dauer beides gemacht hat. Entweder die/der Sprueher_in ist an den Antifastandarts gescheitert oder hat sich gegen ihre/seine Sprueher_innenzusammenhaenge entschieden. Aehnlich passiert es Antifas, die in Sprueher_innenzusammenhaenge gehen. Wenn also, und das ist ein bisschen mein Fazit, auf Grundlage des gegenseitigen Respekts, aber auch des Wissens der Unterschiede es zur punktuellen Zusammenarbeit kommt, ist nichts dagegen einzuwenden. Klar solle jedoch bleiben, dass sich Antifa nicht in dem Slogan an der Wand bzw. in der Auseinandersetzung mit Nazis erschoepft. Klar sollte auch sein, dass das Game dass Sprueher_innen betreiben zwar einen aehnlichen Adrenalinfaktor wie Antifa-Arbeit haben kann, aber diese nicht ersetzen kann, es sei denn man ist bei der Antifa nur wegen des Abenteuers.

So long
Eure Tapete.


23 Antworten auf „Antifaschistische Sprueher_innen – Spruehende Antifaschist_innen“


  1. 1 Tapete 08. Oktober 2007 um 22:49 Uhr

    Was ist hier eigentlich mit den Umlauten los? Lysis hilf…

  2. 2 hirnblubb 09. Oktober 2007 um 13:05 Uhr

    >>Es entwickelt sich so aufgrund der eigenen illegalen Handlungen (also der Bedrohung durch den Staat) und der Behauptung gegen Sprüher-Konkurrent_innen ein Korpsgeist, der eine eigene Reflektion meist nicht zulässt.

  3. 3 hirnblubb 09. Oktober 2007 um 13:05 Uhr

    -Es entwickelt sich so aufgrund der eigenen illegalen Handlungen (also der Bedrohung durch den Staat) und der Behauptung gegen Sprüher-Konkurrent_innen ein Korpsgeist, der eine eigene Reflektion meist nicht zulässt.-

    weise mal nach, dass es diesen korpsgeist nicht auch eben in der antifa gibt bzw. in deren ströhmungen, die ich jetzt mal in (tendenziell) antiimperialistisch und (tendenziell) antideutsch unterteile. ist es nicht gar so, dass sich die gruppen, die eher dem antideutschen flügel angehören gegenseitig den rücken frei halten und lieber mit dem erhobenen zeigefinger auf die gegenseite mit einem großen du du du einschlägt und dabei die eigene reflektion bei seite lässt. keine frage ist dieses auch auf der anderen seite so, da fällt es mir allerdings nicht so sehr auf, vielleicht weil ich deren reflektion mitbekomme.

    sprüher_innen im korpsgeist ohne selbstreflektion?
    hast du dich schonmal mit den crews in einem gespräch auseinander gesetzt, aus deren und dem handeln deines „clans“ eben jener eher minder als mehr gelungener text entstand? nein? dann solltest du es vielleicht mal tun. du wirst erstaunt sein wie reflektiert diese boys‘n'girls mit ihrem handeln umgehen.

    nicht zuletzt solltest du vielleicht auch mal versuchen, diesen text zu beenden, denn so als würdest du in den raum stellen, dass schweine rosa sind, elefanten sind grau und beide versuchen sich miteinander zu paaren

  4. 4 keta minelli 09. Oktober 2007 um 13:06 Uhr

    wer sich in und um subkulturen organisiert, ist selber schuld.
    kritik an staat, kapital und nation statt identitärem kindergartengeschmiere!

  5. 5 Tapete 09. Oktober 2007 um 15:56 Uhr

    @hirnblubb:
    Tatsaechlich habe ich den Eindruck dass diese Unterscheidung (Antiimp/AntiD), die du hier aufmachst 1) nichts mit der Faehigkeit der Selbstreflektion zu tun hat und 2) keinen Einfluss auf die Zusammenarbeit mit Spruehern. Ich wrde sie aus diesem Grund hier gerne ausklammern.
    Was mein Fazit anbelangt: Ich kann da nur von meinen Beobachtungen ausgehen und die sind nunmal so. Wenn deine Eindrcke da andere sind, kannst du die gerne dagegen setzen.

    Ansonsten bist du mir noch eine Antwort im „Intifada“-Thread schuldig. Wie wrs wenn du zur Abwechslung mal auf Fragen an dich eingehst?

  6. 6 MUEL TDZCREW 10. Oktober 2007 um 9:49 Uhr

    WIR FICKEN EUCH ALLE IHR BITCHES! lol ;-)

  7. 7 Deutschland du Hurensohn! 10. Oktober 2007 um 13:48 Uhr

    Muss sagen das der Text ganz gut ist.
    Ich denke das ich meine Ansprche nicht runterbreche, wenn ich mit Sprhern was zusammen mache. Wenn ich welche runtergebrochen habe, dann schon davor.
    Was mich ein bisschen strt ist die stigmatisierung von Sprhern (wir wissen ja worum es geht) als Leute ohne politische Standarts. Sie sind nicht 100% die der Antifa aber sie heben sich schon von dem Sprher-Mainstream ab.

    Andererseits…. Mssen wir uns an die Vorgaben der „Antifa-Mehrheitsgesellschafft“ in der Szene halten? Viele der jenigen, die sich auf Standarts beziehen meinen das sowieso nicht ernst und folgen einem mehrheitlichen Konsens. Die lgen sich ihr eigenes PC-Bild zurecht. …Um am Ende genau so den Macker zu machen wenn sie Leute ber ihre Ausdrucksweisen belehren.

    Fr mich ist klar das grapschende Wixer und andere Idioten sich zu verpissen haben, homophobe Sprche kommen mir nicht unter etc.
    Aber ich sehe es nicht ein Nazis und Bullenschweine nicht als Schlampen, Nutten, Biches, Spasten zu bezeichnen.
    K.I.Z. hren (ihr tut es doch auch!), Massiv feiern, einzelne Aggro-Tracks im Player und trotzdem gegen Sexismus sein und den Aggro-Mainstream kritisieren. Wo ist das Problem. Ich wrde mich ber ein Faeture zwischen Lena Sthrfaktor (FQS) und Bahar (Ex Ersitguterjunge) freuen.
    Sogar die Homies von Tapete hren Prinz P. und werden nicht ausgeschlossen.

    Fr mich lebt es sich ehrlicher wenn ich so handle. Es ist ein offener Umgang mit Widersprchen und keine gelebte Lge. „Es gibt kein richtiges Leben im Falschen“ sag ich da immer. Adorno wusste nicht das dieser Satz mal als Generalausrede verwendet werden wrde… Ist aber auch egal.

    Und selbst wenn meine „Ansprche“ „hher“ sind als Sprher mit „niedrigen Ansprchen“, so wrde ich darin kein Problem sehen sie runterzubrechen, solange ich nicht das Gefhl habe all meine Grundwerte zu verkaufen.
    Denn wenn Dbermesser-Murat in Lichtenberg Nazis auf den Dnerspiess stopft meckert auch keiner bzw. fragt ihn wie er zu den Grauen Wlfen steht oder ob er Sexist ist. Da wird n Soli-Dner gemapmft.
    Weil es erst mal coll ist das er Nazis jagt.

    Bei Sprhern werden da wieder andere Mastbe angesetzt.
    Es ist eher die Anonymitt, die Mensch zu einem politischen Bombing hat, die es zu etwas gutem macht, als die Kenntnis ber deren Urheber. Wie mit dem Dner-Imbis-Besitzer eben. Kann das grsste Arschloch sein, wei mensch nicht, also freut mensch sich erst mal ber Nazikalle dank Messer-Murat, in der Weitlinstrasse nun seine Runden auf dem Dnerspie dreht.

    Also wnsche ich mir die selbe Rangehensweise bei Sprhern.
    Graff-Bombs knnen z.B. fr Antifa-Kampagnen eine sinnvolle Ergnzungen wirken. Vielmehr muss es darum gehen zu gucken wie sich die Leute aktiv einbinden lassen. Das mal was politisches gesprht wird ist cool. Wenn dies jedoch zielgerichtet passieren wrde, z.B. in Ausrichtung auf Kampagnen, dann wre das super. Es ist also nicht falsch die Nhe zu Subkulturen zu suchen/bzw. zu haben.
    Leider ist Antifa in Berlin zur Zeit tot und es gibt keine breit wahrnehmbare Kampagne, die untersttzt werden knnte.

    An sonsten wrde ich BlubBlu recht geben das sich die AD’s schon immer sehr auf der „richtigen Seite“ whnen, da sie ja reflektiert sind und die anderen nicht. Seine Aufteilung in zwei Lager hingegen finde ich nicht richtig, da es dazwischen noch mehr gibt. Die Aufteilung ergibt dahingehend hchstens einen Sinn, betrachtet mensch die kuschelbedrftigkeit der Berliner Antifa. Alle wollen miteinannder klar kommen, was dazu fhrt das auch die nicht antideutschen Gruppen immer pinibel drauf gucken das sie nicht in den falschen Bndnissen sitzen, mit den richtigen Leuten cool down sind etc. Damit verhalten sie sich apologetisch zu den Anti-D’s, was auf die Dauer zu einer Wischiwaschi-Meinung frt, die weitlufig als Softcore-Antideutsch gehandelt wird. Sprich: Halbwissen und Opportunismus.

    Es gibt so gesehen bei den Anti-Ds kaum eine Selbstreflektion, da es zu wenige gibt die mal die Bcher gelesen haben ber die ihre Freunde reden. Buch nicht Broschre oder GI-Reader! Viel Opportunismus also, der als eigene Meinung und Reflektion verkauft wird. Wahrnehmbare politische Signale in die Gesellschafft kommen von ihnen trotzdem nicht.

    Das ist ein Job der der „anderen Seite“ berlassen wird. Siehe z.B. die 22.September-Demo und der Kein Friede-Block mit rund 3000 Linksradikalen. Betonung liegt auf Block nicht auf Blog!
    Um den Bogen zu der Antifa-Sprher-Diskussion schlagen. Aus so einer Position, die politisch passiv ist, nur kommentiert und sich immer darin selbst besttigt so reflektiert zu sein, fllt es leicht die Gegenseite, somit auch Antifa und Subklutur-Conections als primr ungehobelt, rckstndig und unreflektiert darzustellen.

    So das wars erst mal.
    Zu guter letzt noch ein Track von K.I.Z.:
    „Ich hasse den Osten. Ich geh nie wieder nach Lichtenberg!“

    Tarek (K.I.Z.) & Massimo 1.Mai Berlin/Kreuzberg „Deutscher“:
    http://www.youtube.com/watch?v=n6i49dPAbLY

  8. 8 hirnblubb 10. Oktober 2007 um 14:08 Uhr

    es sei nochmal auf die klammern und das tendenziell darin hingewiesen die bei meinem text von antideutsch und antiimperialistisch stehen. damit wollte ich auch alles was dazwischen so rumschwimmt abdecken, da diese „wische waschi“-gruppen dann ja doch irgendwie immer in irgendeine ecke geschoben werden…

  9. 9 Administrator 10. Oktober 2007 um 16:50 Uhr

    @Deutschland …
    Wie in der Einleitung steht, will sich dieser Text nicht an bestimmten Gruppen/Crews und aktuellen Konflikten abarbeiten. Natrlich ist mir klar, dass es Sprher gibt, die den Kontakt zur Antifa suchen, weil sie das politisch gut finden und selber diese Ansichten teilen. Das ist aber erstmal nicht reprsentativ fr die Sprherszene und auf die beziehe ich mich. Also keine Stigmatisierung, nur eine Einschtzung.

    „Bei Sprhern werden da wieder andere Mastbe angesetzt.“
    Stimmt nicht. Mach ich auch nicht in meinem Beitrag.

    „Es ist also nicht falsch die Nhe zu Subkulturen zu suchen/bzw. zu haben.“
    Hab ich nie behauptet. Ich finds tatschlich auch gut, wenn das stattfindet, nur mssen dabei halt auch die Unterschiede Reflektiert werden. Mehr verlange ich garnicht

    „Leider ist Antifa in Berlin zur Zeit tot und es gibt keine breit wahrnehmbare Kampagne, die untersttzt werden knnte.“
    Wenn du Antifa nur nach fetten Kampagnen bewertest hast du da Recht. Ich bin trotzdem froh, dass weder dieser Zusammenhang noch deine Sicht auf die Antifa stimmt.

    „Das ist ein Job der der anderen Seite berlassen wird. Siehe z.B. die 22.September-Demo und der Kein Friede-Block mit rund 3000 Linksradikalen. Betonung liegt auf Block nicht auf Blog!“
    Fr weitere Hinweise dazu gibts brigens folgenden Blog: http://keinfriede.blogsport.de ;)

    Was dein Geschreibsel und das von Blubb zum Thema AntiD/Antiimp angeht … interessiert mich nicht. Hat hier auch nichts zu suchen.

    „Aus so einer Position, die politisch passiv ist, nur kommentiert“
    Ja nee, ist klar.

  10. 10 Besser als du, du und... du 10. Oktober 2007 um 20:34 Uhr

    @ „Deutschland du Hurensohn“:

    du bist dumm, hr bitte auf es der ganzen welt die ganze zeit zu beweisen. diese widerliche, weinerliche trnendrsenschiene, unterlass das und nimm erst wieder eine tastatur in die hand, wenn du was anderes drauf hast, als diese „anerkennende sozialarbeits“-kacke. loser, loser, loser! versteckt sich zwischen den hunderten ohne sinn, struktur und ordnendem gedanken hingerotzten wrtern auch eine zeile, die sinn ergibt, die ich nicht am liebsten aus den weiten des weltnetzes lschen wrde? keine ahnung, wenn ich mir dein geschreibe durchlese, kriege ich nur einen schlecht zu unterdrckenden kotzreiz und dazu bin ich mir zu schade.

    besser als du, du und du

  11. 11 Analyse des Sprhers 10. Oktober 2007 um 22:21 Uhr

    Einen Sprher erkennt man meist schon am ueren Erscheinungsbild, was oft zu Unverstndnis und Grbeleien fhrt. Viele Menschen fragen sich nmlich: Wieso gehendie nicht aufs Klo, wenn sie dringen mssen? oder Denken die etwa, da wachsen sie noch rein?

    Das wichtigste Keidungsutensil ist die Sprher – Hose, auch baggy-pants genannt (sprich: bgi pnts). Diese muss knapp ber den Knien hngen und mindestens so breit sein, dass zwei weitere Sprher in sie hineinpasssen.

    Diese Tradition hat natrlich seinen Ursprung: Die Afro-Amerikaner in den USA (auch Niggaz genannt) bekommen vom Staat solche schicken weiten Hosen geschenkt, damit sie den Gefngniswrtern nicht so leicht davonlaufen knnen.

    Wenn es allerdings dazu kommen sollte, dass zwei Sprher aufeinander treffen, dann kann es zu Streitereien kommen. Um diese Streitereien zu schlichten, werden sog. battles (Schlachten) veranstaltet. Dabei kommen alle Kinder der rtlichen Stadt- und Dorfghettos zusammen, um zu sehen wer von den beiden der bessere Maler ist.

    Wer den anderen mit seinen dichterischen Stilmitteln und Versen wie Ej du fettes Sackgesicht, verarsch mich nicht sonst fi** ich dich oder Es war einmal ein Lattenzaun mit Zwischenraum um durchzuschaun. besiegt, gewinnt den reeeespect seiner homies und darf eine bit** knallen.

    Allerdings luft er Gefahr, an der nchsten Ecke erschossen zu werden. Der musikalische Teil des Sprhers uert sich darin, dass ein
    MC (zu Deutsch: Mikrofonmann) zumeist belanglose Texte in Versform verfat und sie vor sich hinspricht. Ein sog. DJ (Diskettenjongleur) untersttzt ihn dabei, indem er mit einer speziellen Technik, dem sog. scratching, versucht die Schallplatte so schnell wie mglich zu zerkratzen. Die Sprher sind auerdem noch knstlerisch begabt. Sie haben eine neue Stilform der Malerei begrndet: den graffiti (zu Deutsch: Graffiti). Sie ist vergleichbar mit der Hhlenmalerei.

    Der Sprher verwendet dafr sogenannte Spraydosen, die er sich selbst aus dem Supermarkt klaut, und sprht seine Initialen kunstvoll auf jede leere Wand und auf jeden Wagon, die er sieht.

    „Der breakdance (Brechtanz) ist ebenfalls ein wichtige Disziplin des Sprhers. Der Sprher wlzt sich dabei spastisch auf dem Boden, als htte er epileptische Anflle. Das klingt zwar komisch, ist aber so.“

  12. 12 bla 11. Oktober 2007 um 3:03 Uhr

    @Besser als du, du und… du

    Man quatsch nicht. Wir treffen uns vorm Sub und klären dass. Dann prügel ich dir deine schlechten Manieren mit dem Teli aus dem Leib, Bürschen!
    Wenn du dich darüber aufregst was hier geschieben wird, dann scheig. Der Tapete- und Papierschwein-Blog sind die virtuellen Klapsmühlen der Blogszene, wo jede/r mal reinkotzen darf. Also wo ist das Problem du Muttersöhnchen?

  13. 13 Deutschland du Hurensohn 11. Oktober 2007 um 3:08 Uhr

    @Besser als du, du und… du

    Da tobt aber jemand…
    Vorschlag: Ich nehm erst die Finger von der Tastatur, wenn du beim Reden die USA-Fahne aus dem Mund nimmst.

  14. 14 mjoelk 11. Oktober 2007 um 10:01 Uhr

    tapete du altes spastenkind ;) , hier kommt keine vernnftige diskussion zustande, auch wenn ich den versuch lobenswert finde.
    Ich denke es gibt in jeder (sub)kultur korrekte leute und es gibt dumme leute aka idioten. siehe diverse vergewaltigungsvorflle in der linken szene. such dir die coolen raus und mach was mit denen und vergiss den rest.

    danke brigens fr den support bei fuckdkm… aber auch diese diskussion bringt nix, deshalb misch ich mich da nicht ein (auch wenns mich in den fingern juckt)

  15. 15 virtuelle klapsmhle #2 11. Oktober 2007 um 10:02 Uhr

    @ „deutschland du hurensohn“:
    ich will zwar nicht den qualitativ nicht sonderlich hochwertigen kommentar von „Besser als du, du und du“ verteidigen, allerdings solltest du dringlichst mal den projektor ausschalten. aber hoppla! da steht doch janscht von usa-fahne. diskussionen sind nur dann sinnvoll, wenn man nicht von thema zu thema hpft… hab ich mal gehrt.

  16. 16 mika 11. Oktober 2007 um 10:10 Uhr

    aber mit usa-fahne im mund kann man doch gar nicht reden….

    ps: wieso ist eigentlich das wort „spast“ als schimpfwort schon wieder so modern? spastiker haben eine behinderung mit der sie meist schon geboren werden. warum denn also als beleidigung verwenden? sind menschen mit dieser(einer) behinderung schlechte menschen? klingt irgendwie faschistoid.

  17. 17 nkotb 11. Oktober 2007 um 10:39 Uhr

    um die diskussion mal wieder aufs inhaltliche zu lenken:
    „Keiner dieser Faelle hat dazu gefuehrt, dass die Person auf die Dauer beides gemacht hat.“
    ich kenne einige leute, die auf dauer beides machen. aber obwohl die leute antifa-arbeit machen, sind sie trotzdem an „antifastandarts“ (antisemitismus, sexistischer und homophober wortschatz, gewaltverherrlichung) gescheitert. die frage ist hier, ob man diese leute dann als „antifa“ bezeichnen kann. zumindest bezeichnen sie sich selbst so. und wahrscheinlich meinen sie damit auch mehr als „gegen nazis“, weil sie sich selbst auch als antisexisten, anti-antisemiten usw. sehen und sich durchaus auch politisch engagieren. soll heien, die bereitschaft ber den minimalkonsenz hinauszugehen ist vorhanden; die umsetzung misslingt aber. was bleibt, sind ein haufen widersprche zwischen anspruch und wirklichkeit. die sind aber nicht nur bei leuten, die sprher/innen und antifa sind, sondern auch bei denen, die nur antifa sind, vorhanden. Woerter wie Bimbo, Bitch, Judensau, Spastenkind kommen Antifas selten ueber die Lippen. da du das warum nicht ansprichst, unterstell ich dir einfach mal, dass du antifas fr die aufgeklrteren, reflektierteren, weniger fr sexismus anflligen menschen hltst. vielleicht ist das in den kreisen, in denen du dich bewegst, tatschlich so. was ich in mitbekomme (in manchen stdten mehr, in anderen weniger) ist was anderes. ich seh auch viele nicht-sprher/innen, die antifa-arbeit machen und trotzdem an den standards scheitern. und ich kenn auch ein paar wenige sprher, die das nicht tun. von daher scheint mir die rechnung (achtung, noch eine unterstellung) anpruchsvolle antifas vs. anspruchslose sprher/innen nicht aufzugehen.

  18. 18 Administrator 11. Oktober 2007 um 12:01 Uhr

    @mika, nkotb, lila:
    Danke fr den support. Natrlich ist nicht alles so schwarz-weiss, wie das vielleicht in meinem Beitrag rberkommt. Danke, nkotb, fr die notwendige Differenzierung. Natrlich muss jeder, der sich als politisch versteht mit Widersprchen leben. Selbst ich ;)

    An der Stelle noch zwei Linkhinweise zu zwei Leuten, die mal wieder ihr Ressentiment Gassi fhren:
    http://hirnblubb.blogsport.de/2007/10/10/alle-wieder-freunde/
    http://wendy.blogsport.de/2007/10/10/klaeren-wir-es-auf-der-blutwiese/

  19. 19 Antifaschistische Jugendliche aus Pankow 02. November 2007 um 20:45 Uhr

    Hallo,
    an diesem Abend sollen beide Gruppen die Möglichkeit haben miteinander zu reden und sich ausztauschen….

    5.11 // 19.00 // Unabhängiges Jugendzentrum Pankow e.V. (JUP)
    Themenabend Graffiti/Streetart „Art for you and me“
    Mit Film „Whole Train“ und Diskussion

    Dieser Abend steht ganz im Zeichen von Graffiti. Wir zeigen den Kultfilm „Whole Train“ und wollen danach über einige dieser Fragen diskutieren: Was sind die Ursprünge dieser Kultur, Ist Graffiti nur Kunst oder auch politisch und wie gehen öffentliche Medien mit dieser Jugendkultur um?

    Organisiert von antifaschistischen Jugendlichen aus Pankow

  20. 20 streaming 12. Mai 2012 um 12:51 Uhr

    bauhaustapete.blogsport.de is awsome, so many interesting content is here

    [url=http://sportlivestreamingfree.blogspot.com]sport live stream[/url]

  21. 21 viral bronchitis 19. Juni 2012 um 16:18 Uhr

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  22. 22 diverticulosis vs diverticulitis 23. Juni 2012 um 4:49 Uhr

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  1. 1 Streetart: Mittel zur Selbstdarstellung oder politisch motivierte Kunst | ostblog.berlinpiraten.de Pingback am 09. März 2008 um 22:27 Uhr
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