Archiv für Januar 2008

Heath Ledger Gedenk Videoabend Nr.1

„Ritter aus Leidenschaft“

Sehr netter kurzweiliger Film. Lanzenreiten zu Rockmusik. Nette Idee. Sympatische Schauspieler. Natürlich eine relativ schmale Story, klar abgesteckte Charaktere und ein Ende, dass sich nach den ersten fünf Minuten erraten lässt. Aber der Humor des Films und die Schauspieler bringen das ganz gut rüber.
Kann mensch sich angucken…

„Gebrüder Grimm“

Bei diesem Film fühlte ich mich unweigerlich immer an „Sleepy Hollow“ erinnert, der nicht ansatzweise von Spannung und Humor erreicht wurde. Ledger hatte die undankbare Aufgabe, Johhny Depps Rolle zu spielen, den etwas schusseligen, unglücklich verlieben Aufklärer. Leider nicht der beste Film von Terry Gilliam.

Die nächten Abende werden wahrscheinlich nicht ganz so seicht…

Im Spiegel

Grad ein graues Haar in meiner Augenbraue entdeckt…ich werd alt.

Lieblingsecken

Nummer 1:
Der Weitlingkiez

Lebt und lest Phase 2

Dieser Stelle möchte ich meinen geneigten Leser_innen die aktuelle „Phase 2″ ans Herz legen. Das Thema „Die neue Unübersichtlichkeit“ würde so mancher_m, die_der im Konflikt im Nahen Osten nach einfachen Lösungen und klaren Bezugspunkten sucht, ein paar notwendige Denkanstöße geben.
Genau in diese Kerbe schlägt auch der wirklich gute Artikel „Der Hauptfeind ist Deutschland“ der Gruppe „Sinistra – Radikale Linke“, der hiermit wärmstens empfohlen sein soll. (Und das nicht nur weil die Verlinkung meines Blogs bei Sinistra, mir fast täglich die_den eine_n oder andere_n Leser_in beschert)

Der Rest des Schwerpunkts ist ebenfalls sehr lesenswert. Ausserdem kriegt das Umsganze-Bündnis eine (Kosmo)proletarische Abreibung, die enormen Unterhaltungswert hat. :)

Dendemann

Vor etwa einem Jahr war ich (eingeladen von der großartigen Lovelynastyone) auf einem Konzert des Rappers Dendemann. Und ich muss an dieser Stelle festhalten, dass der Typ von allen bekannten Rappern der einzige ist, der ein bisschen über das Zeug nachdenkt, was er macht und das dann noch mit jeder Menge Wortwitz und ohne die beschissenen sexistischen Klischees, die sogar Curse oder das Bo mitmachen, verpackt.
Und weil der grad auch Heavy Rotation in meiner Playlist läuft, gibts hier mal nen Song von dem:

Krass Alter … willst du gestohlenes Polizeiwagen?

Berliner Polizei versucht Streetcredibility durch Sprachanpassung zu erlangen:

„Gestohlenes Polizeiwagen ist wieder da
Neukölln
# 0221
( Bezug: PM # 0203 vom 20.01.2008 )

Das gestern früh entwendete Videoüberwachungsfahrzeug der Polizei ist wieder da. Eine Polizeistreife entdeckte den BMW der 5er Reihe gegen 21 Uhr in der Neuköllner Donaustraße.
Wie berichtet, hatte ein Unbekannter das hochwertige Fahrzeug am Sonntag gegen 4 Uhr 40 in der See- Ecke Amrumer Straße während eines Polizeieinsatzes entwendet, als es von den eingesetzten Beamten kurzzeitig aus den Augen gelassen wurde.“

Indymedia rockt

Jaja wieder das antideutsche Gesockse… Mehr Schaden hat in der Linken seit dem Dogmatiker Marx keiner mehr verursacht.

[link]

R-O-B-Y-N

Nachdem die Resonanz auf meinen Konzertkarten-Bettel-Versuch bei Kate Nash nicht von Erfolg gekrönt war, hab ichs bei Robyn einfach gelassen. Umso überraschter war ich gestern natürlich, als mir relativ kurzfristig zwei Gästelistenplätze für das Konzert in der Maria angeboten wurden. An dieser Stelle ein dickes Danke an den Sprender. Du hast was gut bei mir.

Das etwa einstündige Konzert war dann auch ganz nach meinem Geschmack. Robyn trat mit drei Musikern auf: Zwei Drummern, die auch mal zu Gitarre griffen und einem DJ, der auch mal zum Keyboard griff. Obwohl sie meines Wissens erst das zweite Mal in Berlin war, konnten gute Teile des Publikums ihre Songs „Be mine“, „With every heartbeat“, „Konichiwa, Bitches“ und „Handle me“ mitsingen. Sehr sympatische Sängerin. Deshalb gibts hier noch ein Video von ihr:

Tapete loves Brunnenstraße 7

Was für ein schickes neues Bild an der Garage.

Marinus van der Lubbe

Reichstagsbrand: Urteil aufgehoben
Karlsruhe. Die Bundesanwaltschaft hat das Urteil im »Reichstagsbrandprozeß« vom 23. Dezember 1933 aufgehoben. Wie die Behörde am Donnerstag bekanntgab, wurde das Todesurteil gegen Marinus van der Lubbe am 6. Dezember 2007 aufgehoben. Dem Niederländer war zur Last gelegt worden, am 27. Februar 1933 den Reichstag und andere öffentliche Gebäude in Berlin in Brand gesetzt zu haben. Das Reichsgericht hatte ihn wegen Hochverrats und Brandstiftung zum Tode verurteilt. Van der Lubbe wurde am 10. Januar 1934 hingerichtet.

Die Entscheidung beruhe auf dem Gesetz zur Aufhebung nationalsozialistischer Unrechtsurteile in der Strafrechtspflege vom 25. August 1998, teilte die Behörde mit. Unberührt bleibe das Urteil hinsichtlich der vier Mitangeklagten – des Fraktionsvorsitzenden der KPD im Reichstag, Ernst Torgler, und der bulgarischen Kominternfunktionäre Georgi Dimitroff, Wasil Taneff und Blagoj Popoff. Die vier waren »aus Mangel an Beweisen« freigesprochen worden. (jW)

[Link]