Archiv für Februar 2008

„Sweeney Todd – The Demon Barber of Fleet Street“

Ich hab mir gestern den neuen Tim Burton – Johnny Depp – Helena Bonham Carter – Film angeschaut. Normalerweise bin ich kein Fan von Filmen, in denen gesungen wird, aber dieser Film rundum gelungen. Bis auf einen Ausrutscher („Planet der Affen“) hat Burton bis jetzt nur Filme genau nach meinem Geschmack produziert.

„Never forget. Never forgive.“

Zum Film: Johnny Depp spielt einen Barbier, der wie ein älter und bitter gewordener „Edward mit den Scherenhänden“ aussieht. In einem grauen London, in dem Burton seine „Sleepy Hollow“-Farb- und Zeichenwelt perfektioniert hat. Mit Farbe wird in diesem Film nur sehr sparsam und gezielt umgegangen. Sie kommt nur in Rückblenden vor, in der Traumwelt der Protagonisten und im immer blutiger werdenden Finale. Der Rachefeldzug von Sweeny Todd gegen den herrschsüchtigen Richter (Alan Rickman), wird ergänzt mit der Liebesgeschichte von Todds Tochter (gespielt von einem Christina Ricci-Lookalike) mit einem jungen Seemann und dem vergeblichen Werben der kanibalischen Köchin (Helena Bonham Carter) um Todd umrandet.

Wen das noch nicht überzeugt:
Johnny Depp singt in dem Film mit seinem englischen Akzent wie der junge David Bowie und Sascha Baron Cohen spielt überzeugend einen italienischen Barbiar-Rivalen (auch mit Gesangspart). Unbedingt angucken.

„Museumsdirektor enthüllt:

Hitlers perverses Zwergen-Geheimnis.“

Der „Berliner Kurier am Sonntag“ zeigt: „Hitler geht immer“

Was bitte? (Part 2)

Nach diesem possierlichen Schriftzug, nun ein neuer zum Schmunzeln. Und wieder gilt die Devise: Erst nachdenken, dann sprühen:

Jeden Tag ne gute Tat…

22.02.2008 // Geschäft mit Farbe beworfen // Mitte
Unbekannte Täter bewarfen heute früh ein Geschäft in Mitte mit Farbe, Fassade und Gehweg wurden dadurch beschmutzt. Gegen 1 Uhr 15 bemerkten Anwohner in der Rosa-Luxemburg-Straße ein Knallgeräusch und alarmierten die Polizei. Die Beamten stellten fest, dass die Täter mit Farbe gefüllte Glasflaschen in Richtung des Geschäftes geworfen hatten.

21.02.2008 // Farbbeutel nach Farbbeutel // Dritter Anschlag auf Laden
Gegen den Tönsberg-Laden in der Rosa-Luxemburg-Straße sind wieder Farbbeutel geworfen worden. Eine Polizeistreife entdeckte gestern um 7.40 Uhr die Schäden. Trotz einer Kamera im Schaufenster ist es der dritte Anschlag innerhalb von zwei Wochen auf den Laden, der Kleidung der bei Rechtsextremen beliebten Marke Thor Steinar verkauft.

19.02.2008 // Anschlag auf Thor-Steinar-Laden
In der Nacht zum Montag haben Unbekannte den Tönsberg-Laden in der Rosa-Luxemburg-Straße erneut beschädigt. Vor zwei Wochen flogen Farbbeutel gegen das Geschäft, in dem Kleidung der in rechtsextremistischen Kreisen beliebten Marke Thor Steinar verkauft wird, dieses Mal wurden die Schaufensterscheiben zertrümmert.

Deshalb:
22.02.2008 // 17:00 // S-Bhf Oranienburgerstraße // Demo: „Thönsberg muss weg“
In Berlin kommt der Widerstand gegen den neuen Thor-Steinar-Laden langsam in Fahrt. Für Freitag, den 22.2.08 ist eine Demo geplant. weitere Infos hier.

Herzlichen Glückwunsch

Das Projekt „Politisches Plakat“ hat die 1000er Marke geknackt und heute saftige 83 neue Plakate online gestellt.
Zu sehen gibts die hier > PolitischesPlakat06. Meine Favoriten sind folgende:


Nazikneipe „Kiste“ geschlossen

Hoch die Tassen. Es hat mich doch sehr gefreut, als ich gestern das hier gelesen hab:

Seit dem 15.Februar 2008 ist die rechtsextreme Kneipe „Kiste“ im Lichtenberger Weilingkiez geschlossen. Laut Informationen der Antifa Hohenschönhausen wurde der Kneipe der Mietvertrag gekündigt. Am Freitag wurden die Räumlichkeiten dem Vermieter übergeben.

Im näheren Umfeld der „Kiste“ kam es regelmäßig zu fremdenfeindlichen Übergriffen. So waren die migrantischen Betreiber mehrerer anliegender Geschäfte wiederholt Angriffen von Neonazis aus der „Kiste“ ausgesetzt.Höhepunkt war im Juli 2007 die Schließung des Döner-Ladens von Resit Özer aufgrund von rechtsextremen Bedrohungen.
Der ehemalige Wirt der „Kiste“, Detlef Mirek, äußerte sich offen rechtsextremistisch und stand mehrfach vor Gericht. Er wurde im März 2006 wegen des Angriffes auf einen Kurden rechtskräftig zu einer Haftstrafe von 6 Monaten verurteilt. Zu den Gästen zählten auch die gewalttätigen Aktivisten der inzwischen verbotenen Kameradschaft Tor.
Dazu die Pressesprecherin der Antifa Hohenschönhausen Jana Maiwald:
„Mit der Schließung wird den Neonazis ein weiterer Treffpunkt im Weitlingkiez genommen. Jedoch wird das Problem mit Neonazis nicht gelöst sein. Nur kontinuierliche antifaschistische Arbeit und Intervention gegen Rechtsextremismus kann langfristig etwas am Klima im Weitlingkiez ändern. Positive Akzente setzen die vor Ort tätigen Initiativen wie bspw. das antifaschistische Jugendbündnis ALKALIJ.“

via: www.ah.antifa.de


(Dicke Hose Aktion vor der Kiste 2007)

Heut Nacht, heut Nacht

Auf dem Berliner Musiksender Radio Eins gibt es die wunderbare Kategorie „Die Musikanalyse“, in der Musikstücke nach Melodie, Instrumentierung und Text seziert werden. Gestern war eins meiner AllTimeFavourites dran: The Smashing Pumpkins – Tonight, Tonight
Mal abgesehen davon dass der Sprecher das Lied auch in den höchsten Tönen lobte, machte er die Bemerkung, dass das musikalische Thema, das sich im Intro findet, von Edward Grieg geklaut wäre. Wäre das nicht ein stückweit Blasphemie, könnte man zugeben, dass sich eine gewisse Ähnlichkeit feststellen lässt.

Zur Meinungsbildung und aus Sentimentalität hier „die Fälschung“:

Und „das Original“:
Edward Grieg – Peer Gynt

Neuer Flickr-Account Pt.2

Hier gibts ein paar weitere kleine Arbeiten von mir aus den letzten Jahren. Anschauen:

Dresden-Impressionen

Falls jemandem nicht klar ist, wo die Frauenkirche steht…

Das sympathischste Transparent der letzen Woche:

Verschwörungstheoretische Anti-(Öko-)Faschistischen:

Jau:

Frauenkirche brennt…

Heil will Assis klatschen

Trotzdem sind auch in der gegenwärtigen Kampagne gegen Zumwinkel und Co unverkennbar populistische Töne enthalten. Wenn beispielsweise SPD-Generalsekretär Hubertus Heil in Bezug auf die der Steuerhinterziehung Verdächtigen „von den neuen Asozialen der Gesellschaft“ spricht, wird das deutlich.

via Heise

Dann doch lieber: www.marginalisierte.de