Archiv für April 2008

Ganz klar.


via Infojunk

Töööten!

Keine Ahnung, ob das Theaterstück gut ist. Dieser Flyer ist es allemal.
Sympathische Message.

Deswegen schmückt er jetzt meine Tür und ist dort neben dem Aufkleber von PI, dem von der Titanic und dem Schild von RVUU in guter Gesellschaft.

Kinderferienlager-Indoktrinierung // Nummer 2

Eigentlich gabs ein Rauchverbot in unserem Ferienlager. Eigentlich. So wirklich hat aber keiner der Gruppenleiter nachgefragt, warum bei folgendem Lied in der Disco immer so viele Feuerzeuge gezückt wurden. Vielleicht fanden sie es irgendwie ein bisschen wie damals ’89.
„Alle die von Freiheit träumen, sollen Freiheit nicht versäumen. SO WIE WIR HEUTE ABEND HIER!“
Ich lass das mal so stehen…

Nachbereitung

Spätestens seit der Etablierung von Internet, Indymedia und Polit-Weblogs befindet sich die Berliner Szenezeitschrift „Interim“ in einer Sinnkrise. Diskussionen werden woanders geführt, Aufrufe und Termine verschwenden schon anderweitig genug Papier. Wozu also weitermachen?
Eine Möglichkeit wurde in der letzten Ausgabe ausprobiert. Die Boulevardisierung. Ein paar Witzboldinnen haben sich die Mühe gemacht, auf der Andrea-Demo in Pankow ein paar Leute zu befragen, wie sie zum Patriarchat und zu Feminismus stehen und das Ergebnis in der „Interim“ veröffentlicht. Sehr unterhaltsam:

Interviewer_in: Du demonstrierst hier heute zum internationalen Frauenkampftag, warum?
Max: Ja, also wir machen die Demo hier für Andrea. Wir demonstrieren hier gegen Knäste und gegen das Patriarchat und dafür das Andrea raus kommt.
I: Und du kämpfst auch sonst gegen das Patriarchat?
Max: Ähm, ne, eigentlich nicht so.
I: Dann ist es eher Zufall, dass du heute am internationalen Frauenkampftag demonstrierst.
Max: Ähm, ja, schon. Es war so das die Demo an nem Samstag sein sollte und dann kam das so zusammen.

I: Und warum demonstrierst du heute zum internationalen Frauenkampftag?
Sascha: Ja auch wegen Andrea.
I: Und kämpfst du sonst auch gegen das Patriarchat?
Sascha: Nein, eher nicht.
I: Und Sexismus, setzt du dich gegen Sexismus ein?
Sascha: Ja, schon.
I: Und wie machst du das genau?
Sascha: Ja ich versuche nicht so Rollenbilder zu haben und Frauen auch was zu zutrauen, auch so Technisches.

I: Warum demonstrierst du heute zum internationalen Frauenkampftag?
Paul: Wir demonstrieren hier heute für die Freilassung von Andrea und welcher Tag passt da besser als der Frauenkampftag, so können wir den Kampf gegen Knäste mit dem Kampf gegen das Patriarchat verbinden.
I: Und setzt du dich auch sonst gegen Sexismus ein?
Paul: Nicht so konkret. Ich halte mich ja hauptsächlich in der linken Szene auf und da kommt Sexismus nicht so vor.

Dieses Mal pünktlich!

Nachdem ich dieses Jubiläum neulich nur nachträglich gefeiert hab, kommt jetzt eins, das nicht auf einen bestimmten Tag datiert ist und deshalb einfach jetzt gefeiert wird:

Seit April 1994 bin ich Vegetarier.

D.h. fast die gesamte Zeit meines Lebens, in der ich für mich behaupte selbstbestimmte Entscheidungen über Fragen meines Lebens treffen zu können, habe ich kein Fleisch und keinen Fisch gegessen. Die Entscheidung habe ich damals mit mehreren anderen Leuten getroffen, von denen ich spätestens nach zwei Jahren der Einzige war, der immer noch Vegetarier war. Mir fällt das relativ leicht. Ich habe nicht im Geringsten ein Bedürfnis nach Brathähnchen, Lachsfilet oder Currywurst.
Das ist an sich super, ist nur rückwirkend ein kleines Problem, weil ich niemals einen Drang dadurch unterdrücken musste, indem ich mir eine politische Begründung für meine Enthaltsamkeit ausdenken musste. Ich bin somit nicht nur in regelmäßigen Abständen des Spott- oder Rechtfertigungsobjekt für überzeugte Nicht-Vegetarier, sondern der Arsch vom Dienst für überzeugte Veganer/Vegetarier.
Meine Motivation ging nie soweit, nachts durch Wälder zu krauchen, um Kleintiere aus Käfigen zu befreien. Auch hab ich nie das Bedürfnis verspürt, mich mit (kunst-)blutbeschmiert vor Bekleidungsgeschäfte zu legen. Ich kaufe meine Milch nicht im Ökoladen, Honig und Lederschuhe bringen mich nicht in Gewissenskonflikte und Gummibärchen hat mir noch niemand ausgeredet.
Auf die Frage, warum ich Vegetarier sei, ist meine Antwort seit etwa 10 Jahren: „Gewohnheit“.
Mein Leben ist in keinster Weise von meinen Essgewohnheiten beeinträchtigt und sehe keinen Grund, daran etwas zu ändern.

Wenns mich irgendwann mal reitet, Fleisch zu essen, dann werd ich das wahrscheinlich einfach machen. Vielleicht auch nicht. Jetzt mach ich mir erstmal was Leckeres mit Tofu.

Kinderferienlager-Indoktrinierung // Nummer 1

Lieder, zu denen ich im Kinderferienlager getanzt hab:

Nummer 1: The Toy Dolls – Nelly the Elephant
(Ich verspreche euch, die Nächsten werden schrecklicher)