Archiv für Mai 2008

Überlegungen und Randale

Knorkator – Laut gegen Nazis
(gefunden vom jesse)

Meine (wirklich erlebten) tollsten Zeltplatzmomente

Lieschen hat vorgelegt. Leider nicht mit eigenen Erlebnissen, sondern mit einer teilweise etwas bemühten Aufzählung aus einem Festival-Guide.

Deshalb hier meine eigenen tollsten Zeltplatzmomente (wenn sich irgendjemand wiedererkennt, kann er/sie sich mit mir freuen). Sind nur 8 geworden. Bei genaurem Überlegen würde ich bestimmt noch auf zwei weitere kommen, aber das soll für den Moment reichen:

1) Twisterspielen ohne Zubehör, aber betrunken am Strand mit netten Leuten während es hell wird.

2) In einem Iglu-Zelt übernachten, das dem Regen nicht standhält, so dass wir beide, um der immer größer werdenden Pfütze zu entgehen, immer enger zusammenrutschen müssen.

3) In der Ruine einer Slovakischen Burg durchmachen, nur mit Decken und Lagerfeuer. Den Sonnenaufgang auf einer Felskante anschauen.

4) Um zehn Uhr morgens erwachen, weil draussen komische Geräusche sind. Durch den Eingang des Zeltes einem Hirsch dabei zugucken können, wie er unser Geschirr ableckt.

5) Aufwachen weil der Mitschläfer in MEINEM Zelt um 4Uhr morgens seltsame Würggeräusche macht > Reißverschluss seines Schlafsacks, den Reißverschluss meines Zelts und Kotzgeräusche AUSSERHALB. Puh.

6) Nach 6 Stunden Wanderung mal nicht im Zelt, sondern in einer ehemaligen Schäferhütte schlafen zu können. Diese mit 3 schottischen Fischern zu teilen, die zwar irgendwie englisch sprechen, was man aber nicht einmal ansatzweise versteht.

7) Mit einer ganzen Meute Jugendlichen in einem alten Armeezelt übernachten. Am Morgen feststellen, dass einer fehlt. Nach kurzer Suche festzustellen, dass er einfach im Schlaf unter der hinteren Zeltplane durch nach draussen gekullert ist.

8) Mit einem ausrangierten Armee-Schlafsack mit Regenüberzug am Strand von Hiddensee schlafen. Als der Regen einsetzt die Miturlauber dabei beobachten, wie sie unter Boten und Planen Schutz suchen. Selber nur eine Drehung auf den Bauch machen, so dass der Schlafsack mich voll bedeckt.

Falls jemand Bock hat, kann er/sie das hier als Stöckchen verstehen.

Auf Heavy Rotation bei mir:

Filmkritik: „The Eye“

Ich war heute in der Sneak im Cinemaxx Hohenschönhausen. Sehr familiär, vielleicht 16 Gäste. Und dafür ein unterhaltsamer Start. Vor dem Film kam ein junger Mann im Anzug rein und stellte dem Publikum mehr oder weniger schwere Fragen (in welchem Film spielte Jackie Chan einen Bösewicht?) und verteilte für richtige Antworten Freikarten, Popkorn und Süßigkeiten.

Zum Film:
Der Film „The Eye“ ist ein Remake einer japanischen Produktion, die ich Anfang des Jahres gesehen hab. Von der Story und der Erzählstruktur so spannend, wie eine Geschichte von „X-Factor – Das Unfaßbare“ mit Jonathan Frakes. Spannend genug jedoch, damit irgendein amerikanischer Produzent sich an einem Remake mit Jessica Alba versuchte.
Es wurde ein bisschen an japanischem Kitsch gespart, ein paar – wohl zu schwierige Handlungsstränge – entfernt und ein (Fast)-Happy-End im großen End-Inferno aus der düsteren Vorlage gebastelt.

Im Nachhinein nichts, wofür ich freiwillig 5€ ausgeben würde, ich hab irgendwie immer Pech mit Sneaks. Mein letzter war schon genauso schlecht.

Nicht lustig

1) Wenn der Jung-Proll über das Klingelschild mit der Aufschrift „Ständer“ lacht und der Antifa über das Grab auf dem „Hähnel“ steht, hat das für mich eine gewisse Ähnlichkeit.

2) Ich hoffe, derjenige der nach „Nachbarin Gerda“ gegoogled hat und auf diesem Weg auf diesen Blog fand, hat wirklich seine Nachbarin gesucht und nicht den Fick-Film, der 14 der 18 Google-Rankings vor mir einnimmt.

Lauryn Hill

Ein Album, ich weiss garnicht wie das passieren konnte, fehlt in meiner „Meine 50 Lieblings-CDs“-Aufzählung. Dieses:

Gerade bei diesem Wetter ist es eines der besten Alben, um damit auf dem MP3-Player durch die Stadt zu laufen. Aus diesem Grund gibts hier zwei Lieder von der Platte.

Eins wegen des tollen Videos:

Und eins dass ich meinem Lieblings-Kommentierer „Experte“ widmen will.
„Marchin marchin, beautiful beautiful Zion“

Zwei Hochzeiten und ein Todesfall

Mein Leben ist ein beschissener Hugh-Grant-Film…

Thank you und so

„Wer nicht feiert, hat verloren“ sagen die Moabiter und Prenzlauer Berger
„Heraus zu den „Liberation Weeks 2008““ heißt des im Nordosten und Kleinpankow.
„Befreiung“ wirds einfach in Hohenschönausen genannt.
„Let’s push things forward“ fordert der Südosten.
„Für einen antifaschistischen Achten Mai!“ gibt Hellersdorf als Parole aus.
„Am Tag der Befreiung nach Buch!“ schlägt Pankow vor.

Soll mir keiner erzählen, dass er nix mitbekommt. Fahnenbildchen, Differenziertes(…) und Wahres gibts heute bei anderen. Ick mach hier nur die Linkschleuder.

Ach so, wer morgen abend noch nix zum Feiern hat:
1) Köpi – Die fetteste Soli-Electro-Sause des Monats.
2) Subversiv – Antira-Soli mit Hiphop & Alltimez-DJs.

Entscheidungen

Falsche Entscheidung:
Am ersten Mai in Berlin bleiben. Ne Menge Spaß verpasst.
Z.B.: Nazis stehen Modell für ein Arbeiterkampf-Denkmal:

(Quelle: Endstation Rechts)

Richtige Entscheidung:
Gestern zweimal demonstrieren gehen. Wichtige Themen. Tolles Wetter.
Weißensee:

(Quelle: Emanzipative Antifaschistische Gruppe)

Potsdam:

(selber gemacht)