Archiv für Juni 2008

Schriften mit Ü

Falls bei VIVA grad beim Layout nen Job frei wird, ruft mich an.

Selbstversuch1: „Gib mich mal die Schwuchtelleiste, die Scheisse!“

Zwei Tage aufm Bau, und ick bin wieder ganz nah dran am Proletariat. Ich weiss jetzt bescheid über die „arschfickenden Politiker da oben“, oder die „Bimbos“, die in Mururoa verrecken, „wegen die Franzacken“. Ich hab meinen Kraftausdrückekatalog mal wieder etwas erweitert, hab gelernt, wie man im Sitzen hämmert „ohne sich die Eier plattzuhauen“, hab nicht, wie alle anderen um 10:00 mein drittes Bier getrunken (so ganz anpassen wollte ich mich dann doch nicht). Sätze aufm Bau machen übrigens nur Sinn, wenn sie mit „die Scheisse“ aufhören, die Scheisse.
Leider hab ich schon die besten Sprüche wieder vergesessen. Schade. Dafür hab ich ein tolles Werkzeug kennengelernt, das ich mir wohl auch für den Hausgebrauch kaufen werde:
Den Tacker-Hammer.

In diesem Sinne:
„Lieber eine Schraube nageln, als einen Nagel schrauben.“

Schon was vor?

27. Juni – 18h – Garage Pankow
Konzert zu den Schulprojekttagen u.a. mit DJs NoPopNoStyle
von: BES

28. Juni – 14h – Hermannplatz
Transgenialer CSD 2008
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30. Juni – 20h – Café Morgenrot
Vortrag und Diskussion „Mit der ‚Volksgemeinschaft‘ gegen den globalen Kapitalismus?“
In Kooperation mit dem apabiz (Antifaschistisches Pressearchiv und Bildungszentrum).
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2.-15. Juli – Dosto Bernau
Ausstellung „Plakative Anschläge – die besten politischen Plakate der letzten 15 Jahre“
von: Politisches Plakat

2. Juli – 18:30h – Dosto Bernau
Veranstaltung “Grundlagen der Gestaltung”

5. Juli – 14h – Schlossplatz (Berlin Mitte)
De*fence-Demonstration
„Für ein globales Recht auf Migration – for freedom of movement and de*fencing the nations“
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5. Juli – 16h – Parkaue Lichtenberg
Festival „Rock für Links“ mit Marycones, Hans der Kleingärtner, Die Wallerts und anderen
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5. Juli – 17h – Oranienplatz
De*fence-Abschlusskonzert
mit Anarchist Academy, Die Ciaoceskos, Koljah, Tai Phun und NMZS

7. Juli – 18:30h – Dosto Bernau
Veranstaltung “Plakatgestaltung und Antisexismus”

7. Juli – 19h – JUP Pankow
Antifa-Café „Gesellschaftliche & politische Situation im Iran“ mit Vertreterinnen der Iranischen Opposition
von: EAG

10. Juli – 21h – Projektraum H48 (Neukölln)
Antifa-Soli-Tresen mit Film „Am Ende kommen Touristen“
von: ABSO

12. – 13. Juli – Berlin-Mehringhof
Antisexistische Praxen II – die Konferenz
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Comic-Zeichner sind auch nur Schmierer

Einer meiner Lieblingscomic-Zeichner – Mawil – hat sich scheinbar neulich in eine meiner Lieblingskneipen – Café Morgenrot – verirrt. Er hat zumindest dort einige Zeit auf dem Herren-Klo verbracht und dort mehrere seiner Hasen hinterlassen.

Ob er einfach nur Langeweile und nen Stift beim Geschäftmachen hatte (kann ich nachvollziehen), oder seinem Kollegen OL – ein weiterer meiner Lieblingscomic-Zeichner – nacheifern wollte, weiß ich nicht. Dieser kriegt in einer netten Kneipe um die Ecke – dem Nemo – sein Bier zum Einkaufspreis, weil er alle Wände vollgeschmiert hat.

Das ist im übrigen auch ein Nahziel von mir: Einkaufspreis-Bier-als-Lohn-für Kneipe-gestalten.
Hat irgendwer eine Kneipe parat, die da mitmacht?

EM-Impressionen

1) Ein alternativer Jugendklub, der eine Antifa-Veranstaltung absagen will, weil man den Beamer und die Leinwand doch prima zum Fussballgucken nehmen könnte.

2) Blutende Deutschlandfans am Bahnhof Pankow (wahrscheinlich Prügelei untereinander).

3) Ich hab dann gestern, so gegen Abend, einer Migrantin ihr Fahrrad die U-Bahntreppen hochgetragen, weil acht sichtlich betrunkene und aggressive Deutschlandfans den Fahrstuhl als Wartezeit-Verkürzungs-Bespaßung benutzten.

Es ist schon seltsam daß ich jetzt so etwas von mir lasse
Gerade weil ich doch schon immer alle Ballsportarten hasse
Doch ich muß meine alte Meinung revidieren
Ich wünschte ich würde mich fuer Fußball interessieren

Es ist besser vor dem Stumpfsinn zu kapitulieren
Ich wünschte ich würde mich fuer Fussball interessieren

Arbeit und so

Tapete guckt Filme für euch vor

„Prom Night“

Auf keinen Fall angucken! Teeny-Grusel-Horror-Film. Allerdings ohne Grusel, ohne Horror, nur Teeny. Und das unglaubwürdiger als „O.C. California“ und peinlicher als MTVs „My super sweet 16″.

„Indiana Jones“

Der ist etwas älter geworden, verprügelt jetzt keine Nazis mehr sondern Sowjets. Ansonsten das (in Indiana Jones Filmen) übliche, trockener Humor, viel Rumgehetze und ein bisschen was Übersinnliches. Die Einführung eins neuen Charakters – Fortsetzung geplant? – ist etwas nervig, weil der eingeführte Charakter etwas nervig ist (erinnert sich noch irgendwer an die schlechte „Indiana Jones Junior“-Serie?).
Alles was sonst noch über diesen Film diskutiert oder interpretiert werden kann steht bei Jakob. Seinem Fazit – viel Klamauk aber trotzdem sehr unterhaltsam – kann ich mich nur anschließen.

„You kill me“

Einmal Pech bei der „Sneak Preview“ (Prom Night), einmal Glück. Der Film handelt von einem alkoholsüchtigen Auftragskiller (Ben Kingley – ganz groß), der in Buffalo für eine polnische Schneeräum-Mafia arbeitet. Soweit so skurril. Da er durch seine Unzuverlässigkeit seine Familie in Schwierigkeiten bringt, kriegt er eine Auszeit verordnet, samt regulärem Job und Anonymer Alkoholiker („Warum sollte ich hier nicht über meinen Job reden das sind doch hier die Anonymen!“).
Sympatische Komödie, die stellenweise an „Reine Nervensache“ erinnert und eine tolle Besetzung hat (in Nebenrollen: Luke Wilson, Dennis Farina und Bill Pullman)

Nutzloses Wissen

1) Der Großcousin von Marius Müller Westernhagen steht auf die Toten Hosen.

2) Bantu von den Brothers Keepers nutzt das Angebot von Mitfahrzentralen.

3) In der neuen Titanic findet sich ein Foto der 2005 verbotenen Kameradschaft Tor aus Lichtenberg.

4) Die neue VICE widmet dem großartigen Shane MacGowan ihr Titelblatt, lässt ihn leider auch zu Wort kommen und do kommt dann sowas bei raus: „Heutzutage beschweren sich viele über Mad Bomber Harris und was er gemacht hat, aber in Wirklichkeit hat er nur die Befehle von Churchill ausgeführt, der ein durchgeknallter, faschistischer Irrer war. Und die verdammten Amerikaner erst. Die machten Dresden komplett platt…“