Archiv für September 2008

Für im*moment*vorbei

weil der’s ja grad so mit den Christen hat:

Zum Verwechseln ähnlich

„in ‚radio eins – der tag‘ wird es gleich um BECK gehen. Der hat jetzt mal keine Platte sondern ein Buch herausgebracht, das er heute vorst … Oh, ich lese grad, es geht um KURT BECK…“

Wege durch die Stadt

Ich habe derzeit einen relativ straff getimeten Tagesablauf. Viele Fahrten mit den Öffentlichen, umsteigen, Anschlussbahnen abpassen. Ich bin immer dabei, die Wege, die ich dabei zwangsläufig zurücklegen muss zu optimieren. D.h. so in Bahnen einsteigen, dass ich genau vor der Bahnhofstreppe wieder aussteige. Dabei helfen kleine optische Hilfsmittel.
Auf einem der Umsteigebahnhöfe ist es ein besonders Delikates:

Eine Ratte, die wohl so vor einem Monat just in dem Moment versuchte, eine Schiene zu überqueren, als eine Bahn einfuhr, ist nun ein Mahnmal schlechten Timings. Die hintere Hälfte des Tieres klebt immer noch an der Schiene (mein Einstiegspunkt), die Vordere liegt etwa einen Meter entfernt im Gleisbett. Die Verwesung, die etwa eine Woche lang zu beobachten war, ist nun wohl weitestgehend abgeschlossen. Seit einiger Zeit ist keine Veränderung mehr an den Überresten zu beobachten.
Und so wird der Rest der Ratte wohl noch eine ganze Weile ihren Zweck als privaten Wegweiser für mich erfüllen. Ihr Tod war nicht völlig vergebens.

Ivo Bozic Nr.2

Da wollte ich grad ansetzen, den Disko-Beitrag von Ivo Bozic zum Thema „Veganismus“ auseinanderzunehmen und dann haut der Buckler ne Erwiederung raus, die das fast unnötig macht. Aber nur fast.

Buckler fasst Bozics Artikel recht treffend so zusammen:

Ihm geht es nur um die Kritik an den Kritikern: »Wer heute jung ist und Tiere mag, gerät viel leichter (…) in eine Szene, die sich Tierrechtler oder Tierbefreier nennt. Bei Veganismus und Tierrechten geht es nicht um Tierschutz, sondern um Ideologie. Eine gefährliche Ideologie.« Das ganze funktioniert nach dem Schema: Pappkameraden aufbauen, Pappkameraden abschießen und dann Applaus ernten.

Zwei kleine Sachen will ich da noch ergänzen:
1) Dass Bozic Veganismus als „gefährliche Ideologie“ brandmarkt ist in etwa so lächerlich, als würde man denken, dass von den komischen Vögeln, die in den USA ein paar Jeeps in Brand setzten, weil sie zu viel Benzin verbrauchen, eine Gefahr ausginge.
Das Manöver Bozics, Veganer in ihrer Gesamtheit zu denunzieren, ist hier hoffentlich nur gewählt, um die Disko-Reihe mit einem Paukenschlag zu beginnen. Mit Analyse hat das nichts zu tun.

2) Dass Bozic einen Zoologen als wahren Tierschützer anführt, also jemanden der Tiere in Käfige sperrt, damit sie von kleinen dicken Jungen („Guck mal Mama, der Tiger läuft ja lustig im Kreis“) beäugt werden können, ist nur mit einer gehörigen Prise Zynismus zu erklären. Oder vielleicht damit, dass er analytisch seit seiner ersten Tierschutzaktion vor einem viertel Jahrhundert nicht wirklich weiter gekommen ist.

P.S.: Mit Bucklers Position kann ich über weite Strecken mitgehen, auch wenn ich denke, dass diese Herleitung Quatsch ist:

Es ist ein Euphemismus, ihre [die der Tiere] Stellung mit der von Sklaven zu vergleichen. Treffender ist die Charakterisierung als biologische Maschinen. Während der Arbeiter und die Arbeiterin zum bloßen Anhängsel der Maschine degradiert wird, werden Tiere selbst zur Maschine.

Ivo Bozic Nr.1

Wer findet den Fehler?

Je wahlloser ein Jugendlicher in sagen wir Brandenburg zuschlägt, desto geringer ausgeprägt ist seine nationalsozialistische Gesinnung. Der ideo­logisch geschulte Neonazi weiß genau, wen er treffen will: Ausländer, Juden, Zigeuner, Schwule, Linke und »Asoziale«. Wer nicht zu diesen gesellschaftlichen Gruppen gehört, muss sich vor Nazis kaum ängstigen.

Zitate

„Die Normalsten sind die kränkesten, und die Kranken sind die ge­sündesten … Der Mensch, der krank ist, der zeigt, dass bei ihm gewisse menschliche Dinge noch nicht so unterdrückt sind, dass sie in Kon­flikt kommen mit den Mustern der Kultur und dass sie dadurch Symptome erzeugen … Glücklich der, der ein Symptom hat; wie glücklich der, der einen Schmerz hat, wenn ihm etwas fehlt. Das wissen wir: Wenn der Mensch keinen Schmerz empfinden würde, wäre er in einer sehr gefähr­lichen Lage. Aber sehr viele Menschen sind so ent­fremdet, dass sie schon gar keinen Konflikt mehr empfinden, das heißt, ihr wirk­liches Gefühl ist so verkümmert, dass sie das Bild einer chronischen leichten Schizophrenie zeigen.“

Erich Fromm
gefunden in der Jungle World

„Wieder zurueck in pucalla. (…) Dann hatten wir den kleinen lokalen nationalpark erreicht. Wir sind noch ca. 1 stunde mit einem einheimischen guide in den wald hineingelaufen. Und da waren wir dort wo die zwei quellen zusammenfliessen. Echte marxisten wissen bescheid, es fehlt eine! Aber wir waren trotzdem zufrieden.“

Heimatlos

Freitags in Berlin


(gefunden auf der Berliner NPD-Seite)

Bericht zur Veranstaltung

Montags in Leipzig


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