Erfolg durch Nichtstun

…wenns doch im Reallife genauso gehen würde. Von Platz 8 über Platz 6 und 2 bin ich nun auf Platz 1 der Blogsport-Charts angekommen. Ich hab keine Ahnung, warum, hab immer noch nicht den (Nicht)Zusammenhang von „Referers“ und „Hits“ verstanden und erst recht versteh ich nicht, warum meine LeserInnenschaft zu einem Zeitpunkt steigt, an dem ich nichts – vor allem aber nichts sinnvolles – schreibe. Egal, ich mach einfach weiter so.

Deshalb heute auch nur zwei Schnipsel:
1) Die Berliner Nazis sind auch nicht mehr das, was sie mal waren.
Da haben die Pankower Nazis schon am Samstag völlig darauf verzichtet, in irgendeiner Form auf die Demonstration durch „ihren Kiez“ zu reagieren und dann veröffentlichen die Lichtenberger und Südost-Nazis die (eigenen) Auflagen für den Nazi-Aufmarsch und irgendwie liest sich das wenig kämpferisch:
1. Das Unterlassen von jeglicher Symbolik die mit dem Antifaschistischen Widerstand in Verbindung gebracht werden (Antifafahnen, selbstverständlicherweise Israelfahnen (traurig das erwähnen zu müssen), Hammer – Sichel, Rote Sterne).
So ein Mist, keine Israelfahnen auf diesem Aufmarsch. Ich setz mich mal an ein Kritikpapier.
(…) Wer darüber reden will und seine Meinung dazu schildern will kann es gerne tun.
Und gehe zum Kritik-Nachbereitungstreffen.
Es wird vor heissen Tee geben.
Und Kekse. Sonst komm ich nicht.
Wir hoffen auf eure Teilnahme!
Mit dem besten Gruß

…hoffen…besten Gruß…das ging aber auch schonmal zackiger…damals

2) Die Berliner Linke ist natürlich immer noch das, was sie schon immer war.
Es war eigentlich klar, dass das kommt. Wenn Innenstadt-Linke mal den Weg zu einer Demo in die Pampa finden, dann sind sie meist nicht gewillt, den lokalen Gegebenheiten Tribut zu zollen. Dann wird schnell mal die Route zu lang, die Gegend zu unattraktiv, die Themen zu trivial. Ein Vorschlag zur Güte wäre deshalb in Zukunft, Demos zu den Themen Naziaufmarsch in Hellersdorf, Brandanschlag in Rudow und Naziproblem in Niederschönhausen in Friedrichshain stattfinden zu lassen. Da ist dann auch gewährleistet, dass alle 5 Minuten eine U- oder S-Bahnstation ist. Klar, die Route war ziemlich lang, die Nazis haben diesmal keine Gegenmobilisierung gestartet, wie bei der Spasseck-Demo im letzten Jahr und der krasse Riot iat auch nicht passiert, aber wer sich über die Demo streiten will, kann das ja mal anhand der politischen Notwendigkeit versuchen.


12 Antworten auf „Erfolg durch Nichtstun“


  1. 1 im*moment*vorbei 17. November 2008 um 14:07 Uhr

    erstmal gratulation meine liebe tapete! ich verstehe das mit den hits und referers auch nicht so richtig, aber du müßtest auf platz 1 doch referers im 4stelligen bereich haben, oder? und die hits sind dann nochmal ungefähr das 5-10fache davon…
    aber mal zu deiner kritik an mir als „innenstadt-linkem“. erstmal find ichs gemein, dass du mich so böse disst -immerhin war ich da und hab mich auch nicht über zu wenig riot aufgeregt. aber die route war einfach viel zu lang (unabhägig vom bezirk!) und es hätte auch andere möglichkeiten gegeben sinnvoll von einem bhf zu einem anderen zu kommen. der anfang war ja ganz ok, aber spätetens bei dem „abstecher“ zum „fire and ice“ wurde es absurd. warum muß man denn extra da hin gehen, wo man eh nicht rankommt und nichts machen kann. das war einfach ne total unnütze verlängerung der route, die auf dem rückweg zu dem punkt, wo der abstecher begann auch noch durch blöde kleinststraßen führte. dann kurz vor ende, wenn der bhf schon in sichtweite ist nochmal abzubiegen, obwohl schon seit einer stunde an jeder bushaltestelle eine traube von menschen sehnüchtig auf den stadtplan guckt um hier wegzukommen, ist einfach zu krass. und als würde das nicht reichen, wird dann auch noch durch den lauti gesagt, das am endkundegbungsort die leute noch warten sollen, bis alle redebeiträge verlesen sind und man gemeinsam gehen kann. das nimmt einfach die leute nicht ernst und mir erschließt sich v.a. der sinn einer solchen monsterstrecke nicht. soll alles mal abgelaufen werden? wollen wir durchhaltevermögen zeigen? viele leute erreichen (in diesen straßen?)? ich verstehe die notwendikeit einer solchen route nicht, aber lasse mich gerne vom gegenteil überzeugen. zur politischen notwendigkeit einer solchen demo an sich schreib ich später nochmal was – ich muß jetzt mal los….

  2. 2 ♥Tekknoatze 17. November 2008 um 15:29 Uhr

    Hits sind alle Zugriffe auf den Blogsport-Server über deine Seite, also allein dein Hintergrund erzeugt pro Besuch der Seite (Referer) schonmal einige, dein Header noch eins und jedes Bild etc in deinen Posts, die aufgerufen wurden nochmal.
    Theoretisch sollte es also möglich sein mit 30.000 Bildern in einem Post und einem Referer sofort auf Platz 1 der Charts zu landen.
    So hab ich das zumindest damals verstanden.

    ♥Tekknoatze

  3. 3 Administrator 17. November 2008 um 15:37 Uhr

    @immo: vierstellige Referers? Weit davon entfernt…

    Zur Demo für dich und alle ein Denkspiel. Inhaltlicher Fokus der Demomobi war die Naziszene in Niederschönhausen (ergo Dietzgenstraße und Umgebung). Das ist demomäßig nur vom S-Bhf Pankow/S-Wollankstraße/S-Heinersdorf zu erreichen. Alles elend weit weg, die Entfernungen untereinander nehmen sich nix.
    Die Aufgabe nun: Finde einen Start- und einen Endpunkt für eine Demo zur Dietzgenstraße, so dass eine kompakte, attraktive Demo draus wird.
    Und wenn das eine_r schafft, einfach an die Antifa-Gruppen da oben mailen, dann wird die nächste besser für alle Beteiligten :)

  4. 4 im*moment*vorbei 17. November 2008 um 20:34 Uhr

    also ich hatte 700 referer als ich auf platz 10 war…
    wegen der route guck ich mal im stadtplan nach… ;-)

  5. 5 dummwierinder 18. November 2008 um 12:05 Uhr

    Sich erst ne scheiß route raussuchen und dann rumflennen, wenn leute das zu recht kritisieren. und diesen anti-yuppie habitus (innerstadtlinke *heul*) kannste dir klemmen!

  6. 6 Administrator 18. November 2008 um 12:55 Uhr

    @immo:
    Der Tag, an dem ich auf Platz eins wanderte, bescherte mir 116 Referers. Wie daraus 23000 Hits wurden, ist mir unklar.

    @dummwierinder:
    Komm mal mit deinen Kategorien klar.
    Ich weiß, Abstraktion ist schwer, aber das hier ist ein Blog und nicht die Orga der Demo. Wenn du also die VeranstalterInnen der Demo anpöbeln willst, dann schreib denen ne Mail. Wenn du mit mir reden willst, dann musste deinen Satz umformulieren in:
    „Erst als scheiss Randbezirkslinker ne scheiss Demoroute rechtfertigen und dann rumflennen, wenn leute das zu recht kritisieren.“

    „Anti-Yuppie Habitus“ Der war nicht schlecht. Dämlicher Provo.

  7. 7 saltzundessick 26. November 2008 um 1:04 Uhr

    bisschen bewegung an frischer luft kann auch den innenstadtlinken nicht schaden.

  8. 8 Administrator 26. November 2008 um 11:22 Uhr

    Endlich stimmt mir mal nen Innenstadtlinker zu. Nen Sportler, war ja klar…

  9. 9 saltzundessick 27. November 2008 um 1:49 Uhr

    ich bin bewegungslinker

  10. 10 rockstar 02. Dezember 2008 um 1:18 Uhr

    4.Transparente die nicht für die Bevölkerung verständlich sind: sprich Transparente in deutscher Sprache benutzen,

    was für eine geile auflage. ich hoffe die sind alle so richtig schön dämlich und bringen transparente mit, die die (ur-)doitsche bevölkerung nicht lesen kann. :D

  11. 11 Administrator 02. Dezember 2008 um 22:34 Uhr

    Bei der ersten Demo dieser Art ham se das ja gemacht. Damals lief die KS Tor hinter dem Transpi „Support your local Black Bloc“.

  1. 1 30 jahre netzwerk « im*moment*vorbei Pingback am 22. November 2008 um 21:01 Uhr
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