Archiv für Januar 2009

Von „Dooh“ allein kann man als Sprecher nicht leben…

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Lichtenberg mein Herz

In den vier Lichtenberger Bibliotheken liegen Broschüren über „Thor Steinar“ aus. Die Hefte „Investigate Thor Steinar“ informieren über die bei Neonazis beliebte Kleidungsmarke und erläutern Symbole und ihre Herkunft. Die Linkspartei, die die Anregung für die Broschüren gab, lobte das schnelle Handeln des Bezirks. Fraktionschef Christian Petermann sagt: „Es soll deutlich gemacht werden, dass diese Marke das ist, was sie ist: eine Marke von Neonazis für Neonazis.“
Quelle: Berliner Zeitung

weitere Infos:
investigatethorsteinar.blogsport.de

Leipzig toleriert…

„Das Programm, das verschiedene Initiativen, wie diese, fördert trägt das Logo „Vielfalt tut gut“. Leipzig wurde im September 2008 als „Ort der Vielfalt“ ausgezeichnet. Mit der Kampagne wird hinterfragt, was Vielfalt bedeutet und inwiefern es in Leipzig selbst noch Missstände gibt. „

„Die Kampagne greift einerseits Inhalte auf, die auf den ersten Blick nicht im Einklang mit dem Wort tolerieren stehen, wie z.B. nazistische Transparente und Sprechchöre beim Leipziger Fußball. Andererseits werden Zustände angesprochen, die nicht für eine Vielfalt in Leipzig sprechen, z.B. die publizistische Dominanz der Leipziger Volkszeitung oder die Ausgrenzung von Obdachlosen aus der Innenstadt. Darüberhinaus wird kritisiert, dass Leipziger MigrantInnen zwar für Veranstaltungen, wie Konzerte oder Kochkurse, eingeladen werden, diese Personengruppe aber in politischen Gremien gar nicht oder kaum vertreten ist. Der Widerspruch zwischen Anspruch und Wirklichkeit einer toleranten Stadt, die ja immer nur so tolerant sein kann, wie ihre EinwohnerInnen es sind, wird ebenfalls in Form einer Postkarte aufgegriffen.“

Eine sympatische Initiative, wie ich finde. Klar ist aber auch, dass mensch sich mit diesem Ansatz nicht nur Freund_innen macht. So ist schon wieder eine der Postkarten von der Internetseite verschwunden, scheinbar die die sich mit der „publizistischen Dominanz der Leipziger Volkszeitung“ auseinandersetzt. Gut, ich denke mal, dass die Macher_innen haben sich auf etwas Gegenwind eingestellt.

Mehr Infos gibts unter:
Ausehen

Ecki hält zu Udo

Die Naziseite Altermedia ist gerade wieder eine Fundgrube für unfreiwillig Komisches:

Jetzt, in der dunkelsten Zeit der NPD, wo „verjudete“, „Anti-Nationale“ und „karrieregeile Parlamentssesselpupser“ (Marx, Molau, Apfel) den großen Vorsitzenden (Voigt) stürzen wollen, braucht es Männer der Tat, die retten, was zu retten ist. Also hat sich Eckart Bräuniger – ehemals Kroatien-Söldner, Wehrsport-Trainer, Berliner NPD-Vorsitzender – zu Wort gemeldet. Die Highlights hier:

Als erstes ein Kennedy … äh … Busse-Zitat:

Unser verstorbener Kamerad Friedhelm Busse sagt immer: “…wir haben nicht zu fragen, was ein Mann wie A.H. damals getan hat, sondern wir haben zu fragen, was so ein Mann heute machen würde…!”

Sagt er das also immer?

„Die bestehenden Zustände erfordern eine Revolution (…) der persönlichen Weiterbildung.“

„Feldherr Götz von Berlichingen sagte: “Ja soll Ja sein und Nein soll Nein sein!” Also immer gearde heraus!“

Und wutschnaubend an die Freunde Molaus gerichtet:

Weshalb benötigen wir also in unseren Reihen Pädagogen, die uns von unseren eigenen Vorbildern und Mitstreitern weg und auf landes- und geistesfremde Pfade des welschen Gedankengutes führen wollen? Zweitausend Jahre haben wir allen Stürmen getrotzt. Nun will uns ein Nachkömmling rassen- und geistesfremder Einwanderer mit wirren Theorien beeinflussen.

Die anschließende Diskussion dreht sich seltsamerweise vor allem darum, ob es als nationaler Aktivist ok ist, absichtlich von Hartz4 zu leben, wie es der „Hitler von Köln“ Axel Reitz macht. Und jemand beschwehrt sich, dass Bräuniger auf dem Altermedia-Foto aussieht wie „Kermit der Frosch“. Das könnte an der Herkunft des Fotos liegen. Es stammt von der „Antifa Pankow“.
Vorne mit dabei in der Kommentarspalte ist „Friese Hamburg“ aka Thorsten de Vries (meiner Meinung nach nur eine weitere Comedy-Rolle von Serdar Somuncu), dessen Kommentare immer aussehen, als würde er nebenbei seine Tastatur zerbeißen:

ECKHART MUSS N E U E R NPD BUNDESVORSITZENDER WERDEN BEVOR ES MOLAU WIRD………..Ich habe seit Jahren nicht von einem NPD Führungsmitglied und Kameraden so ehrliche und aufrichtige Worte gelesen wie hier auf altermedia vom Kameraden Bräüniger. Eckhart ist nicht nur einer der BESTEN…..KAMERDEN…NEIN…..ECKHART BRÄÜNIGER IST ZUSAMMEN MIT JÜRGEN RIEGER, AUCH DER EHRLICHSTE KAMERAD IN DER NPD-FÜHRUNGRIEGE.

(Mensch beachte die Namens-Schreibung des neuen Wunsch-Vorsitzenden)

Ein Kommentar fasst den Konflikt nochmal zusammen:

„Das Molau teilweise so liberal daherkommt liegt an seinen Genen, deshalb auch sein verschlagener Blick. Ecki steht wie eine Eiche da auch das hat was mit Gene zu tun. Es lebe das Deutsche Reich !!!“

Zum Schluss noch mein Liebling-Bräuniger-Zitat:

„Zählen Thorsten Heise, Ralf Tegetoff, Thomas Wulff nichts?
Was ist mit dem verstorbenen Wolfram Narath?
Was ist mit Frank Rennicke, Giggi, Lunikoff?“

Auch wenns micht nicht sonderlich stören würde: Wolfram Nahrath lebt noch. Sein Vater Wolfgang ist tot.

Durchwachsene Woche

Obama schafft Guantanamo ab.
Italien schafft illegale Einwanderung ab.
Deutschland schafft Gewürze ab.

HSH mein Herz 2

Diesmal nicht irgendwelche annektierten Dörfer drumherum, wo Massensiedlungen hochgezogen wurden, sondern der alte Stadtkern. Mein Block.

Ursache und Wirkung

Ich hab vor einiger Zeit flüchtig einen jungen Mann kennengelernt, der mir ganz sympatisch war und so führten wir bei der Gelegenheit ein längeres Gespräch. Irgendwann kamen wir auf das Thema zu sprechen wie er so sein Geld verdiene.
Seine Antwort kam etwas genuschelt: „Edelmetall“. Da mein Gesicht wahrscheinlich aussah, wie ein Fragezeichen erleuterte er. Er würde zusammen mit anderen nachts durch die Gegend fahren, Metallgegenstände einsammeln und die dann auf Schrottplätzen verkaufen. Das bringe grad gutes Geld. Klar, sowas hatte ich mal in irgendeinem Boulevardmagazin gesehen. Voll gefährlich und vor allem voll illegal. So kams natürlich überhaupt nicht rüber, als er mir das so nebenbei im Gespräch erzählte. Scheinbar ein Geschäft, von dem man gut leben könne.

Kurze Zeit später hörte ich, dass ein Bekannter von mir -wahrscheinlich etwas betrunken – nachts auf dem Nachhauseweg in ein offenes Gulli gefallen wäre. Hört sich an wie ein schlechter Zeichentrick, war wahrscheinlich aber eine eher schmerzliche Angelegenheit.

Die beiden haben natürlich überhaupt nichts miteinander zu tun, ausser dass sie eine flüchtige Bekanntschaft mit mir teilen und durch ungünstige Umstände ein Kollege des einen, dem anderen einen Krankenhausaufenthalt und eine peinliche Geschichte beschert hat.

Verdammt!

Heute abend wird mein Kühlschrankmagnet Geschichte sein…

HSH mein Herz

Neue Kamera mit netter Panorama-Funktion:

Voting: Bestes politisches Plakat 2008

Die Leute vom Webprojekt „Politisches Plakat“ laden wieder dazu ein, das beste Plakat des letzten Jahres zu wählen.

Ich hab meine Auswahl schon getroffen. Und zwar folgende:


Ich könnt auch Vorschläge machen und zwar hier.