Archiv für Februar 2009

Verkürzte Gentrifizierungs-Kritik, die Vierte

Impressionen aus dem Prenzlauer Berg:

vorangegangene Beiträge:

Teil 1

Teil 2

Teil 3

Dresden-Mythen zerstören

Nur ein kleiner Nachschlag:
Unter großem Jubel wurde auf der Antifa-Demonstration am 14. Februar in Dresden vom Lauti aus angesagt, dass sich wegen der riesigen Antifa-Demo die Polizei genötigt sehe, die Strecke des Naziaufmarschs zu verkürzen. So hatten die 4.000 Antifas, die den ganzen Tag keinen einzigen Nazi zu Gesicht bekamen doch noch eine kleine Genugtuung.

Im folgenden veröffentliche ich den Stadtplan der vorbereitenden Gruppen (Naziaufmarsch braun eingezeichnet – Stand:13.2.2009):

Und hier den Streckenplan, wie die Nazis an diesem Tag gelaufen sind (Naziaufmarsch braun eingezeichnet):

Wir sind keine Tennisfans…

…weiter gehts bei Spiegel-Online.

À propos „Trottelsprüher“

Dresden 2008 war ein Misserfolg weil…

Hier ist Platz für Theorien, warum das mit dem „Naziaufmarsch verhindern“ (auch) dieses Jahr in Dresden nicht sooo ganz geklappt hat. Mein erster Versuch:

1) Die Bullentaktik der räumlichen und zeitlichen Trennung ist aufgegangen. Gerade das Vorgehen gegen die anreisenden Berliner Antifas und die damit verbundene Verzögerung der Demo haben dazu geführt, dass der Naziaufmarsch schon durch war, bevor die Antifademo an möglichen Blockadepunkten vorbeikamen. Das „Zentrale Demo“-Konzept ist 2008 gescheitert. Der großmundig angekündigte Widerstand der BürgerInnen beschränkte sich auf ein „Volksfest“ möglichst weit weg von den Nazis. (Wer hat was anderes erwartet?) Und der politische Wille (meist letztendlich das entscheidende Element) war ganz klar auf eine reibungslose Nazidemo ausgerichtet. So ist es dann auch gekommen.

2) Darum. Nur Trottelsprüher sind nach Dresden gefahren und haben so weder ein Gespür für Antinazi-Strategie noch für Schnäppchen bewiesen.

Weitere Vorschläge?

Win-Win-Situation

In der Berliner NPD sind die internen Konflikte grad gehörig eskaliert. Die inhaltliche Konfliktlinie zwischen den 90er-Jahre-Kraken-Nazi-Idioten um Henry, Hennrich (und wohl auch dem ehemaligen Vorsitzenden Bräuniger ) und den Leuten von Goldkehlchen Hähnel grad mit allerlei dirty Tricks ausgetragen.
Hennrich werden freizügige Fotos im Internet und Anzeigen auf Seiten wie Huren24 vorgeworfen, die veröffentlicht werden, wenn sie nicht zurücktritt.
Sie schießt zurück und bezeichnet Hähnel und Manfred Börm als Erpresser und Kriminelle.

Letztendlich ists egal welche Fraktion da letztendlich die Macht in der Berliner NPD behalten wird (im Moment siehts sehr nach Hähnel aus). Einer der mitgliederstärksten Bezirksverbände wurde zerschossen, die Konflikte bis hin zu Denunziation, Alki-, Puff- und Geldgier-Vorwürfe werden öffentlich ausgetragen und die NPD ist wieder die Lachnummer, die eigentlich ist.

Das Antifa-Bündnis Marzahn-Hellersdorf hat das mal ausführlich nachgezeichnet:
Klick

Auf Indymedia hat derweil die Antifa die Bundes-NPD aufgelöst und deren Transparente konfisziert.

Heißt also weiterhin, zurücklehnen und Selbstzerfleischung beobachten und ab und zu auch mal selber nachhelfen.