Dresden 2008 war ein Misserfolg weil…

Hier ist Platz für Theorien, warum das mit dem „Naziaufmarsch verhindern“ (auch) dieses Jahr in Dresden nicht sooo ganz geklappt hat. Mein erster Versuch:

1) Die Bullentaktik der räumlichen und zeitlichen Trennung ist aufgegangen. Gerade das Vorgehen gegen die anreisenden Berliner Antifas und die damit verbundene Verzögerung der Demo haben dazu geführt, dass der Naziaufmarsch schon durch war, bevor die Antifademo an möglichen Blockadepunkten vorbeikamen. Das „Zentrale Demo“-Konzept ist 2008 gescheitert. Der großmundig angekündigte Widerstand der BürgerInnen beschränkte sich auf ein „Volksfest“ möglichst weit weg von den Nazis. (Wer hat was anderes erwartet?) Und der politische Wille (meist letztendlich das entscheidende Element) war ganz klar auf eine reibungslose Nazidemo ausgerichtet. So ist es dann auch gekommen.

2) Darum. Nur Trottelsprüher sind nach Dresden gefahren und haben so weder ein Gespür für Antinazi-Strategie noch für Schnäppchen bewiesen.

Weitere Vorschläge?


6 Antworten auf „Dresden 2008 war ein Misserfolg weil…“


  1. 1 Malerei 18. Februar 2009 um 1:07 Uhr

    Räumliche Trennung: Die Nazis waren bei Burger King und die Antifa bei Mäcces. Die „Antifa“ war außerdem unangemessen gekleidet (Gucci/Prada).
    Ist ja dann kein Wunder.

  2. 2 kaputt 19. Februar 2009 um 11:47 Uhr

    die demo hätte auch 2 stunden früher losgehen können, an den 2 wasserwerfen wäre eh niemand vorbeigekommen. außerdem begnügen sich von derl il organisierte demos ja eh traditionell mit einem symbolischen „dem teilnehmern auf die fresse geben lassen“ durch cops, danach kann man sich dann über unverhältnissmäßigkeit der bullen beschweren und überall erzählen, dass trotzdem ganz viele da waren (kraftvoll laut kreativ blablabla).

  3. 3 antifa 19. Februar 2009 um 12:40 Uhr

    weil die il mit ihrem np-bündnis auf ne zivilgesellschaft gesetzt hat, die es in dd nicht gibt. die gd-aktionnen waren zahlenmäßig und auch sonst ein reinfall. die behörden vor ort lassen lieber die kameraden vermummt durch die stadt ziehen, als sich den stress zu geben die wegen verstößen gegen das versammlungsgesetz oder blöder blockaden aufzuhalten und dann 6000 irre bb-nazis kontrollieren zu müssen. die antifas wiederrum müssen sie nicht kontrollieren. bis auf einige wenige, waren die wohl auf il-linie – also gewaltfreie blockaden, symbolik, bürgernähe, usw.
    beim nächsten mal sollten die antifas einfach überall in dd action machen. das ist für die bullen schlechter zu kontrollieren als sone latschdemo und man könnte gleich die blöden bürgers mit ärgern. außerdem sollte das np-bündnis seine scheiß spalter-verlautbarungen unterlassen, dann kommen vielleicht auch mehr linksradikale zu deren demo und auf die kann man sich sicher mehr verlassen als auf thierse und co!

  4. 4 apfel 19. Februar 2009 um 14:53 Uhr

    guck mal hier da gibts auch noch sichtweise dazu http://rummeetcoctail.blogsport.de/2009/02/16/ravenpartypolitik/

  5. 5 Tapete 19. Februar 2009 um 16:49 Uhr

    Nur kurz:
    Natürlich haben auch die Aktionen des „Kein Friede mit“-Bündnisses nicht die erwünschte Wirkung entfaltet (da hat rummeetcoctail recht). Ansonsten hat die detailliertere Diskussion zu dem Thema hier schon bei Classless stattgefunden(http://www.classless.org/2009/02/16/nach-dresden-sie-sind-durchgekommen).

  1. 1 classless Kulla » Blog Archive » Nach Dresden: Debatte, Gaza, Burger King Pingback am 18. Februar 2009 um 16:07 Uhr

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