Thema: Religion 4

21. April 2009

Das schreiben andere:

„Religion ist wichtig, so heißt es. Wie man es mit ihr hält, ist bei Goethe die berühmte Gretchenfrage und bei Karl Marx ist die Kritik der Religion gar die Voraussetzung aller Kritik. Reichen diese Autoritätsargumente schon, um sich mit dem regalmeterfüllenden Thema zu beschäftigen? Heute scheint es wieder en vogue zu sein, sich religionskritisch zu äußern. Sei es gegen den politischen Islam und seine terroristische Präsenz, sei es gegen Kreationisten, die ihre Schöpfungslehre in den Lehrplan öffentlicher Schulen drücken wollen oder gegen einen Papst, der antisemitische Bischöfe rehabilitiert. Dabei wurde man erst vor gut einem Jahrzehnt der „Rückkehr der Religion“ gewahr und widmete Sammelbände, Konferenzen und Feuilletonspalten einem Phänomen, von dem man offensichtlich geglaubt hatte, es hinter sich gelassen zu haben. Die Idylle, man lebe in einer rundum säkularen Gesellschaft – die sowieso nur für westliche Staaten glaubhaft erscheinen konnte – wurde zerstört, als Menschen begannen, sich für ihren Glauben, den sie partout nicht für sich behalten wollten, in die Luft zu sprengen und die Abtrünnigen und Blasphemiker gleich mit. Religionsgemeinschaften streiten um ihre liebsten Repräsentationsobjekte, seien es Kirchen, Moscheen oder Kopftücher, und „religiöse Gefühle nicht zu verletzten“ ist seit der Fatwa gegen den Schriftsteller Salman Rushdie zu einem Kriterium für politisches Handeln mutiert. „

[weiterlesen im Cee Ieh – Newsletter des Conne Island]

Und wer schon immer mal einen Bus mit seinem/ihrem Slogan durch London fahren lassen wollte, kann das hier machen:

[Bus slogan generator]

1 Kommentar »

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