Archiv für Mai 2009

Wunderschöööön

P.S.: Neue Kategorie… Comic Sans font

LOLed


via: Timon

Wahlkampf in Leipzig

Versuch einer Rekonstruktion:

Vorgabe 1: Macht das Foto selber .
Vorgabe 2: Arrangiert eine Szene, die euch charakterisiert (Utensilien erwünscht)
Ziel: Volksnähe ausstrahlen.

Und das kommt dabei raus: Mr. Kulturterrier, der mit den SPD-Bauklötzen („Bau auf Uli“) und Mr. Busy

Der Christopher ist sogar so wichtig, dass er zwei Plakate bekommt. Eins auf dem er zeigen kann, dass Frauen es total spannend finden, wie er Kaffee trinkt und eins, auf dem er die multikulturelle Vielfalt Leipzigs vor dem Wildpark abbildet.

Toll, dass es sowas noch gibt.

Styler of the Day

Vokuhila | Oberlippenbart | oranges Shirt | pinker „Deutschland 2006″ Rucksack | Plüschanhänger | ausgewaschene Jeans

Dieser junge Herr hat mir am letzten Mittwoch den Tag versüßt. Er war unterwegs zur FCU-Aufstiegsfeier in Köpenick.

One-of-a-kind punk-metal

Passend zum Datum

Eine libanesische Mitdiskutantin reagierte auf einen kurzen deutschen Wortwechsel zwischen mir und einem anderen Anwesenden mit dem harschen Kommentar:

„This is not a safe space. This is a german space!“

Schwups, so schnell kriegt man eine potentielle Opferperspektive um die Ohren gehauen.

Hust

„This window got smashed last night. I wonder why they let this bus drive today.“

Wenn ein Busfahrer diesen Satz von sich gibt und dabei auf die Reste einer halb-kaputten Doppelglasscheibe neben dir zeigt, sollte man:

a) Aussteigen und auf den naechsten Bus warten (1 Stunde)
b) Verlangen, dass sofort ein neuer Bus eingesetzt wird
c) Sitzen bleiben, Hand in Kopfhoehe halten um moegliche Scherben der noch ganzen zeiten Scheibe abzuwehren und hoffen, dass alles gutgeht

Gekeife

Krass. mal wieder ein deutlicher Anstieg meiner Besucherzahlen. Und wo kommen die alle her? Indymedia. Suuuper!

Da hat „Streetart 137″ ein schönes Ei gelegt. Bewirbt der doch dreisterweise gleichzeitig die WBA-Actionweeks und die „Etwas besseres als die Nation“-Demo am Wochenende. Was gibts daran auszusetzen?
Selbstmordparty,Bauhaustapete und Egotronic!
Selbstmordparty,Bauhaustapete und Egotronic? Jo.

Und das gehts so:

Jetzt nehmen wir mal den hier Aufrufenden für die „antinationale“ – Parade und die „Action Weeks“ für so genannte „Freiräume“: Streetart137
bitte mal den Blog anklicken: http://streetart137.blogsport.de/
dann klickt mal den verlinkten Blog der Bauhaustapete an: http://bauhaustapete.blogsport.de/
scrollt ein wenig nach unten und genießt die Pictures!

das selbe Spiel nochmal mit dem Blog der selbstmordparty: http://selbstmordparty.blogsport.de/
scrollt ein wenig runter und genießt.

dieses Spielchen könnte man jetzt endlos machen, aber es soll ja keinem schlecht werden.
Wer sich selbst als libertär/anarchistisch bezeichnet, sollte bei diesen Veranstaltungen besser fehlen!

Das heißt, die Demo sollte gemieden werden, weil ein Blogger, der einen Beitrag zur Demo verfasst hat, in seiner Linkliste andere Blogger hat, die zu „antideutsch“ sind, um „antinational“ zu sein. Schlimmer Vorwurf, aber was hat das mit der Demo zu tun?

Ein anderer Kommentar-Schreiber bekräftigt dem Boykott-Ruf:

hättest bdu dir mal den text über den bildern von bauhaustapete durch gelesen hättest du festgestellt das dieser mit den worten „mir hats gefallen endet“.
jemand dem eine demo mit israel und amerikafahnen „gefällt“ ist wohl auch klar antideutsch zu verorten.

Solche Kommentar „gefallen“ mir.

Egotronic (ihrerseits „nationalisten/rassisten“) werben auch für die Demo. Können da die OrganisatorInnen nix gegen machen? Nö. Schlimm sowas. Und warum sind Egotronic Rassisten?

auf der geilsten „nutralen natürlich überhaupt nicht antideutschen“ seite die auch kein wenig rassistisch ist wird geworben:
http://www.myspace.com/bakshalom

Ende der Beweisführung.

Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen wird der Boykott gleich noch auf eine Antira-Party am Abend, die nichts mit der Demo zu tun hat, ausgeweitet. Auch hier ist völlig klar, dass es da nichts zu diskutieren gibt:

Und nach der Parade:
Antira-Soliparty im Kastanienkeller (Kastanienallee 85, Berlin-Prenzlauer Berg, U-Bhf Eberswalder Straße)
ab 21 Uhr und mit:
live: Rampue (Electro-Pop / Audiolith)
DJs NoPopNoStyle (80s, Pop, Alltimez) , DJs Reducation (Electro)“
Audiolith: http://www.audiolith.net/
das label von den nationalisten/rassisten „Egotronic“ bei ’ner Antira-Party?
äusserst glaubwürdig….

Da tritt halt ein Künstler auf, der bei einem kommerziellen Label ist, bei dem eine Band ist (Egotronic), die einen Jugendverband der Linkspartei verlinkt. Antira, dass ich nicht lache…

Zu einer der organisierenden Gruppen – der TOP Berlin – muss man eigentlich garnichts mehr sagen. Ein Kommentator macht es trotzdem:

auch zur gruppe top-berlin(ex kritik und praxis) die bestandteil des ums ganze bündnisses ist braucht man nicht viel sagen, wer die gruppe und ihre geschichte kennt der weiss einfach mal bescheid um was und wen es sich bei ums ganze handelt.

Wenn jetzt noch jemand hier ist, dem das alles nicht als Grund für einen Demoboykott reicht, kommt hier die vollständige Liste der UnterstützerInnen (für jeden Hass-Geschmack was dabei):

Antifa Erkner, Autonome Neuköllner Antifa (A.N.A.), Antifaschistische Aktion Bernau, Emanzipative Antifaschistische Gruppe (EAG), North East Antifascists (NEA), T.O.P. B3RLIN, Antifaschistische Jugendaktion Kreuzberg (AJAK), Antifaschistische Schüler_innen Vernetzung (ASV), Jugend Antifa Nord Ost (JANO), FTP-Progressive Culture Crew, Solid Friedrichshain, Leipziger Antifagruppe (LEA), Autonome Antifa F (FF/M), Gruppe Gegenstrom (Göttingen), Redical [M] (Göttingen), Kommunistische Gruppe Bochum, Antifa AK Köln, Fast Forward Hannover, AKZC (Fuchsjagd Coburg), Love techno – hate Germany, Antifa Hohenschönhausen, Antifaschistische Bündnis Südost – Berlin, Antifaschistische Offensive Neubrandenburg (AONB), Jugendantifa Wilmersdorf und Charlottenburg (JAWUC), Antifaschistischer Impuls (Dortmund), Antifa Westerwald, Gruppe gegen deutsche Normalität (Köthen), CampusAntifa (FF/M), Widerstandsgruppe Worms-Wonnegau, Antifaschistische Aktion Burg, Antifa [ko] (Offenbach), Autonome Antifa Altmark Ost, Kritische Initiative Schaumburg, RASH Berlin-Brandenburg, Autonome Antifa Lichtenberg-Süd, Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin [ARAB], Ökologische Linke Berlin, Kritikmaximierung (Hamburg), HATE Magazin, Antifa Saar/ Projekt AK

Viel Spaß am Wochenende.
(Vorher nochmal den Aufruf lesen um am Thema kritisieren, ihr Eumel)

We‘re fighting for our rights, militantly!

Termin-Tipps

Falls sich hier jemand rumtreibt, der noch nicht weiß, was so in der nächsten Zeit in Berlin los ist. Hier ein paar Tipps:

Freitag, 15. Mai:

15.05. Berlin: antinationale Party „des rue de sucre-party #2″
Soliparty für die antinationale Zeitung „Strassen aus Zucker“. Mit Disco-Pop-Trash vom Footloose DJ Squad.
ab 22 Uhr in den Räumen des Subversiv e.V. (Brunnenstr. 7 HH, 10119 Berlin – U-Bhf. Rosenthaler Platz)
Infos: myspace.com/strassenauszucker

Samstag, 16. Mai:
„Wie kann eine nicht ressentimentgeladene Islamkritik aussehen?“
Podiumsdiskussion mit Arzu Toker (Berlin), Klaus Blees (Saarbrücken), Phase2
(Leipzig), Thomas Maul (Berlin)
16. Mai // 16.00 Uhr // Humboldt-Universität Raum 2002

Mittwoch, 20.Mai:

Am 8.Mai eröffnete in Lichtenberg der Naziladen „Horrido“. Dort werden Marken wie „Eric & Sons“ und „Kategorie C“ verkauft, die ausschließlich Neonazis als Klientel ansprechen. Der Laden hat mit unserem entschlossenen Widerstand zu rechnen. Wir werden dafür sorgen, dass „Horrido“ bald vollständig einpacken kann.
Kundgebung // Mittwoch, 20. Mai 2009 // 18 Uhr // Alt Friedrichsfelde 98
(Nähe U-Bhf Friedrichsfelde | S-Bhf Friedrichsfelde Ost | Tram Alt Friedrichsfelde/Rhinstraße)
Infos: Antifa Hohenschönhausen

Samstag, 23. Mai:


Etwas Besseres als die Nation – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!

Am 23. Mai feiert die BRD ihren 60. Geburtstag. 60 Jahre Grundgesetz, 60 Jahre Demokratie und Eierkuchen für alle. Da kommt die Krise gerade recht. Mit seinen „Rettungspaketen“ und „Schutzschirmen“ erscheint Vater Staat als Obersamariter der Nation, seine Herrschaft als historischer Segen. Doch die Ordnung des Staates verewigt nur das kapitalistische Hauen und Stechen. Sie hält die Menschen in Konkurrenz gegen einander, und verklebt sie gleichzeitig zur Schicksalsgemeinschaft Standort. Die Identifikation mit der Nation ist ein Schutzreflex gegen den kapitalistischen Alltag, der den kapitalistischen Alltag bestätigt. Gerade in Deutschland. ‚Soziale Marktwirtschaft‘ ist nationaler Burgfrieden ohne Ende. So ein Quatsch! Die Feier der Nation ist ein Angriff auf das schöne Leben und die befreite Gesellschaft. Geben wir diesem Angriff die passende Antwort!
Antinationale Parade: 23. Mai, 18 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin)
Infos: Einheit und Freiheit

und danach:



Antira-Soliparty im Kastanienkeller

mit:
live: Rampue (Electro-Pop / Audiolith)
DJs NoPopNoStyle (80s, Pop, Alltimez)
DJs Reducation (Electro)

Montag, 25. Mai:

Antiziganistische Zustände.
Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments.
Markus End und Jan Severin stellen den kürzlichen erschienenen Sammelband „Antiziganistische Zustände“ vor. Dabei werden sie eine Einführung in Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus geben und einige Ansätze zur Analyse dieses Ressentiments vorstellen. Während Jan Severin dabei auf die Rolle der Ethnologie bei der Konstruktion rassistischer ‚Zigeuner‘-Bilder eingeht, wird Markus End versuchen, Ansätze zu einer Kritik des Antiziganismus mittels Kritischer Theorie näher zu bringen.
Infos: Antifabündnis Marzahn Hellersdorf

Mittwoch, 27. Mai:
Szenarien des Erinnerns.
Die gedenkpolitische Fortschreibung von Antiziganismen.
19.00 Uhr // Audimax der Alice-Salomon-Hochschule
Der Gedenkschub der 1990er Jahre hat auch die noch in den 1980er Jahren als die „vergessenen Opfer“ betitelten Roma ins gesamtdeutsche Erinnerungstableau integriert. Dennoch lässt sich zeigen, dass auch forcierte gedenkpolitische Auseinandersetzungen wesentlich in antiziganistischen Diskursmustern verhaftet bleiben. Yvonne Robel beleuchtet die Konstruktion von ‚uneinigen‘ und ‚konkurrierenden‘ Roma im Zuge der Debatten um ein zentrales Mahnmal in Berlin. Kathrin Herold verdeutlicht anhand der Bleiberechtskämpfe Hamburger Roma an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (1989 und 1993), wie ein Erinnerungsort zum Schauplatz einer gewaltsamen politischen Auseinandersetzung werden kann. Das projektive Bild des ‚Zigeuners‘, so lässt sich zeigen, wird sowohl über offenes staatlich-repressives Handeln als auch in scheinbar politisch-korrekten Gedenkrhetoriken verfestigt.
Infos: Antifabündnis Marzahn Hellersdorf