Falls sich hier jemand rumtreibt, der noch nicht weiß, was so in der nächsten Zeit in Berlin los ist. Hier ein paar Tipps:
Freitag, 15. Mai:

15.05. Berlin: antinationale Party „des rue de sucre-party #2″
Soliparty für die antinationale Zeitung „Strassen aus Zucker“. Mit Disco-Pop-Trash vom Footloose DJ Squad.
ab 22 Uhr in den Räumen des Subversiv e.V. (Brunnenstr. 7 HH, 10119 Berlin – U-Bhf. Rosenthaler Platz)
Infos: myspace.com/strassenauszucker
Samstag, 16. Mai:
„Wie kann eine nicht ressentimentgeladene Islamkritik aussehen?“
Podiumsdiskussion mit Arzu Toker (Berlin), Klaus Blees (Saarbrücken), Phase2
(Leipzig), Thomas Maul (Berlin)
16. Mai // 16.00 Uhr // Humboldt-Universität Raum 2002
Mittwoch, 20.Mai:

Am 8.Mai eröffnete in Lichtenberg der Naziladen „Horrido“. Dort werden Marken wie „Eric & Sons“ und „Kategorie C“ verkauft, die ausschließlich Neonazis als Klientel ansprechen. Der Laden hat mit unserem entschlossenen Widerstand zu rechnen. Wir werden dafür sorgen, dass „Horrido“ bald vollständig einpacken kann.
Kundgebung // Mittwoch, 20. Mai 2009 // 18 Uhr // Alt Friedrichsfelde 98
(Nähe U-Bhf Friedrichsfelde | S-Bhf Friedrichsfelde Ost | Tram Alt Friedrichsfelde/Rhinstraße)
Infos: Antifa Hohenschönhausen
Samstag, 23. Mai:

Etwas Besseres als die Nation – Gegen die Herrschaft der falschen Freiheit!
Am 23. Mai feiert die BRD ihren 60. Geburtstag. 60 Jahre Grundgesetz, 60 Jahre Demokratie und Eierkuchen für alle. Da kommt die Krise gerade recht. Mit seinen „Rettungspaketen“ und „Schutzschirmen“ erscheint Vater Staat als Obersamariter der Nation, seine Herrschaft als historischer Segen. Doch die Ordnung des Staates verewigt nur das kapitalistische Hauen und Stechen. Sie hält die Menschen in Konkurrenz gegen einander, und verklebt sie gleichzeitig zur Schicksalsgemeinschaft Standort. Die Identifikation mit der Nation ist ein Schutzreflex gegen den kapitalistischen Alltag, der den kapitalistischen Alltag bestätigt. Gerade in Deutschland. ‚Soziale Marktwirtschaft‘ ist nationaler Burgfrieden ohne Ende. So ein Quatsch! Die Feier der Nation ist ein Angriff auf das schöne Leben und die befreite Gesellschaft. Geben wir diesem Angriff die passende Antwort!
Antinationale Parade: 23. Mai, 18 Uhr, Rosa-Luxemburg-Platz (Berlin)
Infos: Einheit und Freiheit
und danach:

Antira-Soliparty im Kastanienkeller
mit:
live: Rampue (Electro-Pop / Audiolith)
DJs NoPopNoStyle (80s, Pop, Alltimez)
DJs Reducation (Electro)
Montag, 25. Mai:

Antiziganistische Zustände.
Zur Kritik eines allgegenwärtigen Ressentiments.
Markus End und Jan Severin stellen den kürzlichen erschienenen Sammelband „Antiziganistische Zustände“ vor. Dabei werden sie eine Einführung in Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus geben und einige Ansätze zur Analyse dieses Ressentiments vorstellen. Während Jan Severin dabei auf die Rolle der Ethnologie bei der Konstruktion rassistischer ‚Zigeuner‘-Bilder eingeht, wird Markus End versuchen, Ansätze zu einer Kritik des Antiziganismus mittels Kritischer Theorie näher zu bringen.
Infos: Antifabündnis Marzahn Hellersdorf
Mittwoch, 27. Mai:
Szenarien des Erinnerns.
Die gedenkpolitische Fortschreibung von Antiziganismen.
19.00 Uhr // Audimax der Alice-Salomon-Hochschule
Der Gedenkschub der 1990er Jahre hat auch die noch in den 1980er Jahren als die „vergessenen Opfer“ betitelten Roma ins gesamtdeutsche Erinnerungstableau integriert. Dennoch lässt sich zeigen, dass auch forcierte gedenkpolitische Auseinandersetzungen wesentlich in antiziganistischen Diskursmustern verhaftet bleiben. Yvonne Robel beleuchtet die Konstruktion von ‚uneinigen‘ und ‚konkurrierenden‘ Roma im Zuge der Debatten um ein zentrales Mahnmal in Berlin. Kathrin Herold verdeutlicht anhand der Bleiberechtskämpfe Hamburger Roma an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme (1989 und 1993), wie ein Erinnerungsort zum Schauplatz einer gewaltsamen politischen Auseinandersetzung werden kann. Das projektive Bild des ‚Zigeuners‘, so lässt sich zeigen, wird sowohl über offenes staatlich-repressives Handeln als auch in scheinbar politisch-korrekten Gedenkrhetoriken verfestigt.
Infos: Antifabündnis Marzahn Hellersdorf
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