Archiv für August 2009

Marzahn unbeschadet überstehen

Yeah, auch Reporter des „Berliner Kurier“ haben die Leichtathletik-WM gesehen, scheinen allerdings nicht aus Marzahn zu kommen und witterten deswegen in dem Gag (ich berichtete) von Wolf-Dieter Poschmann einen Skandal.
Den haben sie auch schön auf ihren Titel gebracht. Da darf dann jemand von „Die Linke.“ sagen, dass es nicht geht, wenn Wessis über Ostbezirke sowas sagen. Und eine Altenplegerin spricht darüber, dass sie aus Wedding nach Marzahn gezogen wäre, weil Wedding so „sozial abgestürzt“ sei.
Ich persönlich kann nicht mal ne Beleidigung aus dem Spruch rauslesen. Das hört sich, finde ich, eher nach einem Kneifall für alle (Ex-)Marzahner an. (Nicht wahr „Nastyone“?)

Zitate

„Wer in Marzahn aufgewachsen ist und das schadlos überstanden hat, der ist zu allem fähig“

ZDF-Sportkommentator beim Frauen-Hammerwerfen

„Der Film spielt fast durchweg in Frankreich, wo das Nazireich auch untergeht. Die Rote Armee kam wohl nie bis Berlin, weil man sie gar nicht mehr benötigt hat. Die Bombenteppiche auf Deutschland hätten sich die Alliierten dann auch sparen können. Die Gedächtniskirche in Berlin wäre denmach heute keine Touristenattraktion, und ganz Deutschland sähe heute aus wie Rothenburg ob der Tauber.“

Andreas Hartmann verweist auf einen Aspekt des Filmes, der die Opfer-Deutschen doch noch mit Tarantinos Film versöhnen könnte.
Jungle World vom 20. August

Dummy – Wofür braucht man Männer noch? Es gibt Roboter, die schwere Sachen heben und Samenbanken für die Befruchtung….
Willemsen – Ja, der Mensch vollendet sich offenbar in der Abschaffung des Menschen. Trotzdem ist das Leben lebendiger, wo Menschen involviert sind.

Roger Willemsen kennt kennt nur Menschen und Frauen
Dummy – Männer

WTF?

Was passiert, wenn…

… Tapete mal Urlaub hat:

Er guckt sich in der Wittenberger Stadtkirche ein Konzert „Beatles-Songs auf der Orgel interpretiert“ an.

… man Antifas vor eine Blue-Screen stellt:

Das Ganze ist für eine gute Sache:
29. August 2009 – 15:00 – U-Bhf Frankfurter Tor
„Demo gegen Tromsö, Jeton und Horrido“
mehr Infos bei: AH, AFH, JANO und co

Morgen: Bundesweiter Aktionstag gegen deutsche Unterstützer des Iranischen Regimes

Für alle die morgen in Hamburg, Frankfurt/M, Bremen, Köln, Berlin oder Hamburg sind, gibt es folgende Möglichkeiten, gegen deutsche Firmen und Lobbyorganisationen zu protestieren, die Geschäfte mit dem Regime im Iran führen.

Für alle anderen, die Lust haben zu protestieren, heißt es: kreativ sein.

göttingen: 17 uhr gänseliesel
frankfurt: 18 uhr hauptwache
bremen: 17 uhr ansgarikirchhof
köln: 18 uhr rudolfplatz
berlin: 18 uhr jägerstraße 63d
hamburg: 17 uhr 30 adolphsplatz

Der Berliner Aufruf [click]
Die bundesweite Kampagnenseite [click]

“Stirb, Nazioma stirrrb!” Pt.3

Ich hatte heute das Vergnügen, die gute Frau Ursula Meta Hedwig Haverbeck-Wetzel persönlich zu treffen und ihr ein paar nette Grüße mit auf den Weg zu geben und hoffe jetzt einfach mal auf meine übernatürlichen antifaschistischen Kräfte, die ich ja bereits hier und hier unter Beweis gestellt hab. Drückt mir die Daumen.

Ganz toll war auch der zwei Meter Typ mit blonden Rastas und einem T-Hemd mit der Aufschrift „Lieber Reich und gesund, als Republik und krank“ und eine weitere Nazioma, die mir folgendes an den Kopf warf:
„Ihr, ihr seid doch auch immer die, die in Dresden rufen ‚Deutschland verrecke!‘“. Ähm, ja. Die sind wir. Als ihr dann erklärt wurde, dass das hier alles vom britischen Geheimdienst bezahlte Spezialkräfte sind, verstummte sie und beschleunigte ihren Gang sichtlich.

Nazis sind auch nur Fremde

Ein Antifaschist aus Berlin darf sich heute in der „Jungen Welt“ über die aktuellen Entwicklungen in der Naziszene auslassen.
Der Interviewte entwickelt dabei eine ganz eigene Theorie, warum es in der Berliner Neonaziszene grad nicht so rund läuft:

Zurück in die Niederungen. Ist es ein ausgeklügeltes Konzept der Neonazis, sich anderer kultureller, künstlerischer Formen zu bedienen, oder eher ein Spiel, um die Linken zu ärgern?
Das ist ein Konzept, das funktioniert. Es hat große Attraktivität.

In Dortmund mag es funktioniert haben. Funktioniert es auch in Berlin?
In Berlin funktioniert es nicht so gut. Was einfach an einer guten antifaschistischen Arbeit liegt und auch einer gewissen Schwäche der Neonazistrukturen in Berlin. Viele Kader ziehen ins Umland nach Brandenburg oder zurück nach Westdeutschland, wo sie hergekommen sind. Die politische Arbeit der Rechtsextremen in Berlin stagniert seit Jahren. Die Szene ist ziemlich überschaubar und kriegt wenig Aktionen hin.

Ähnlich wie bei den lustigen „Yuppie“-Diskussionen sind auch hier die Westdeutschen schuld an allem Schlechten in Berlin. Anders als bei der „Yuppie“-Diskussion gehen zumindest die Nazi-Schwaben und -Franken wieder zurück nach Hause.
Und jetzt die Preisfrage: Wer mir einen relevanten Nazi sagen kann, der in den letzten Jahren in Berlin aktiv war, jetzt aber wieder zurück nach Westdeutschland gegangen ist, der ist mein/e Recherche-King/Queen.