Archiv für April 2010

Indy-Kommentare erklären den Bombenkrieg gegen Deutschland

„Die Bombardierung von Zivilzielen [1945 in Deutschland] hat eigentlich das genaue Gegenteil bewirkt – mehr Hass und Wut gegenüber den Alliierten. Steht so sogar auf Wiki.“
[Quelle]

Bitte lächeln!

Den Nazis aufs Maul schauen… (2)

Es ist ja der übliche Reflex in Berlin, anzunehmen dass Lichtenberg ein krass große und aktive Neonaziszene hat. Dass hat vor allem mit dem Mythos des Bezirks (…uuuh, Weitlingkiez…) zu tun, der seltsamerweise auch oft von Antifas hochgehalten wird, die es eigentlich besser wissen müssen.
Scheinbar waren bei den Neonazi-Ständen, die letztens in Lichtenberg stattfanden, nicht mal ortskundige Neonazis anwesend, die des Schreibens mächtig sind. Anders ist der Bericht auf der lokalen Neonazi-Seite nicht zu erklären:

„Am 27.03.10 fand die bereits 4. Infostandreihe zum Thema 1.Mai in Berlin statt. Diesmal in den Ostberliner Bezirken Lichtenberg und Hohenschönhausen. Der Tag begann um 10 Uhr morgens am Konsumtempel „Lindencenter“, der mitten im Berliner Nordostbezirk Hohenschönhausen liegt. (…) Der zweite Stand führte uns in den Bezirk Lichtenberg. Dieser Bezirk wird von der LINKEN/SED regiert.“

Vielleicht ist es dem Schreiber entgangen, dass Hohenschönhausen und Lichtenberg seit 9 Jahren einen gemeinsamen Bezirk namens Lichtenberg bilden. D.h. auch Hohenschönhausen wird von der LINKEN regiert. Und das Lindencenter ist geografisch auch nicht unbedingt der Mittelpunkt des Bezirks, selbst in Hohenschönhausen liegt es eher am Rand, das aber nur am Rande.

Besonders überzeugend ist bei Neonaziaktionen immer die Schilderungen der Interaktion mit der Bevölkerung. Da sind die Straßenränder gesäumt mit applaudierenden Menschen, vor ihnen laufen Kinder, die Blumen streuen, spontan schließen sich Anwohner an, diskutieren interessiert, stimmen zu, unterstützen die nationalen Aktivisten mit Geld:

„Gerne nahmen die Bürger unsere Veränderungsvorschläge an.“

„Wichtig ist es aber diesen Menschen unsere Gründe, Ziele und Vorstellungen näher zu bringen, was in den zahlreichen Gesprächen auch getan wurde. Es gab auch dieses Mal wieder eine Menge wohlwollender Worte und Solidaritätsbekundungen, was uns immer wieder erfreut, da man so weiß, dass unsere Ideale und Ziele Rückhalt im Volke finden und der Kampf nicht vergebens ist.“

Am eindrucksvollsten muss die Zustimmung der Bürger beim letzten Naziaufmarsch in Neuruppin gewesen sein:

„Fazit der Demo, könnte man sagen, dass viele Bürger erreicht wurden. Am Rande der Demo gab es sogar einige Personen, die sich mit bei uns einreihten, eben weil man sie ansprach und denen unsere Argumente zusagten.“

Unter der Überschrift „Viele interessierte Bürger“ illustrieren das dann Greifswalder Neonazis mit diesem Bild:

Eindrucksvoll.