Abschiede

1996, vor 20 Jahren, war ich, als 16-jähriger Stippi mit meiner Mutter bei einem Konzert mit Herbert Grönemeyer, Ulla Meinecke, Keimzeit, den Resten von Ton Steine Scherben und vielen anderen im Tempodrom. Es war das Abschiedskonzert für Rio Reiser, mit dem ich damals noch nicht viel mehr verband, als ein paar seiner populären Lieder. Wahrscheinlich ist mir auch deshalb die Interpretation von „Junimond“ durch Ulla Meinecke am intensivsten in Erinnerung.
Zwei Jahre später, 1998, starb Gerhard Gundermann. Hier machte ich den Fehler, mit meiner Mutter nicht zum Abschiedskonzert zu gehen, sondern spontan zur Beerdigung nach Hoyerswerda zu fahren. Dort standen wir dann etwas bedröppelt zwischen dem engsten Freudes- und Bekanntenkreis Gundermanns und kamen uns reichlich fehl am Platze vor.
Im Jahr 2000 dann starb Aljoscha Rompe, eine Gallionsfiguren des Ostdeutschen Punkrock. Ich entschied mich dieses Mal richtigerweise wieder für das Konzert und gegen die Beerdigung. Viele seiner alten Freunde, unter anderem seine alten Bandkollegen von „Feeling B“, Paul und Flake (inzwischen bei „Rammstein“), traten im Steinhaus auf.

Ich poste zum Abschluss mal ein Lied des Musikers dieser Runde, den wahrscheinlich die Wenigsten von euch kennen. Hab ich selber auch schon ewig nicht mehr gehört: